Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Treuhänder in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Wertschriften als gute Anlage und geschäftliche Strategie

Wertschriften als gute Anlage und geschäftliche Strategie

Für viele Menschen ist nicht nur das Sparen von Geld oder die Investition in eine Immobilie interessant, sondern auch der Kauf und Verkauf von Wertpapieren, die in der Wertsteigerung auf langfristige Sicht gute Optionen verzeichnen. In der Regel erfolgt das durch Obligationen oder Aktien. Daneben gibt es eine Anzahl anderer Wertschriften als gute Anlage und Finanzinstrument.

Was sind Wertschriften?

Unter die Wertschriften fallen verschiedene Anleihen, Aktien, Fondsanteile, aber auch strukturierte Papiere, Genuss- und Partizipationsscheine. Dabei handelt es sich immer um Urkunden, die individuelle und spezielle Rechte verbriefen, so die Aktien eines Unternehmens. Wertpapiere zeigen sich nicht nur als gute Anlage, sondern können im Fall von Aktien auch eine Miteigentümerschaft am Unternehmen ermöglichen. Über das Dokument als Urkunde oder Aktie kann das Recht geltend gemacht werden.

Während Wertpapiere früher tatsächlich in Papierform und Verbriefung ausgestellt wurden, erfolgt der Handel heutiger Wertschriften und Aktien in der Regel auf elektronischem Weg. Wenn du die Aktien eines Unternehmens erwirbst, wird dir das als Eigentümer bestätigt. Eine Urkunde als Dokument erhältst du allerdings nicht mehr. Eingeteilt werden Wertschriften, die börsenfähig sind, in drei Kategorien, nämlich in:

  • Haupturkunden als Mantel (mit den verbrieften Gläubigerrechten)
  • Bögen mit Kupons und Dividendenscheinen (Garantie für verschiedene Ertragsrechte)
  • Talons bzw. Erneuerungsscheine (Sicherstellung für den neuen Bogen, wenn die Dividendenscheine verbraucht sind)

Wie sind Wertschriften im Schweizerischen Obligationenrecht festgelegt?

Im Schweizerischen Obligationenrecht ist im Artikel 965 vermerkt, dass Wertschriften und Wertpapiere grundsätzlich mit einem Recht verbunden sind, das ohne die Urkunde nicht geltend gemacht oder übertragen werden kann. Wertschriften stammen entsprechend noch aus einer Zeit, in der Papierdokumente dieser Art als Zahlungsmittel üblich waren. Dabei lassen sich Wertschriften von anderen Urkunden deutlich unterscheiden und sind daher auch keine reinen Beweisurkunden. Entscheidend ist laut Obligationenrecht, dass ein Wertpapier verbrieft werden muss. Das ist bei anderen Urkunden und Beweisdokumenten, darunter der Schuldschein oder die Quittung, nicht der Fall.

Wie gestaltet sich der Kauf und Verkauf von Aktien?

Wertschriften in Form von Aktien können Erträge erzielen und sind daher gute Anlagen für Privatpersonen und Geschäftsleute. Der Handel an der Börse fluktuiert, wobei Kurslisten eine gute Orientierung für den Aktienmarkt sind. Aktien sind zwar etwas riskanter als beispielsweise festverzinste Sparvarianten, rentieren sich im Durchschnitt jedoch auf längere Sicht.

Ein Schweizer Anleger sollte beim Kauf von Aktien berücksichtigen, dass nicht nur die Wertschrift als Aktie selbst einen Preis hat, sondern auch der Kauf und Verkauf in Form von Transaktionskosten. Die Courtagen variieren und hängen meistens direkt mit der Bank oder dem Broker zusammen. Aktien lassen sich über einen Broker oder auch auf Online-Plattformen erwerben und mit Order-Zusätzen kaufen und verkaufen. Diese sind:

  • Market-Orders (werden bestmöglich vom Händler ausgeführt)
  • Limit-Orders (werden mit einer Preisobergrenze und einer Preisuntergrenze festgesetzt)

Was sind Dividenden?

Durch Dividenden bist du, wenn du Aktien erworben hast, am Gewinn des Unternehmens beteiligt, das die Aktien ausgegeben hat. Dividenden stellen somit den Gewinnteil dar, den eine Aktiengesellschaft als Unternehmen an die Aktionäre ausschüttet. Im Bereich der Wertschriften gehören zu den Dividenden keine Fonds oder Genussscheine, auch wenn diese oftmals in der Dividendenhöhe einer Aktie ausfallen oder an diese gekoppelt sind. Die Höhe der Dividenden wird in einer Hauptversammlung beschlossen und über eine Mehrheitsabstimmung festgelegt. Eine klassische Kennzahl für die Gewinnausschüttung ist die Dividendenrendite, die am Aktienkurs als Anteil gemessen und berechnet wird. Sie dient dazu, eine Aktie zu bewerten. DAX-Werte liegen in der Regel bei etwa 3 bis 4 Prozent. Die Aktienrendite wiederum wird von der Dividendenrendite unterschieden.

Wie erfolgt die Gewinnausschüttung in Hinblick auf die Steuern?

Dividenden sind für Privatpersonen Einkünfte aus ihrem Kapitalvermögen und müssen daher versteuert werden. Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften sieht es etwas anders aus. Sie müssen die Dividenden über das Teileinkünfte-Verfahren versteuern. Dabei wird eine Kapitalsteuer schon vor der Gewinnausschüttung abgezogen und direkt an das Finanzamt abgeführt. Lediglich Kapitalgesellschaften können Dividenden steuerfrei verbuchen. Dabei wird nur eine fiktiv abzugsfähige Betriebsausgabe von etwa 5 Prozent versteuert.

Wie hängen Zinsen und Anleihen zusammen?

Anleihen sind bei einer guten Bonität des Staates und der Unternehmen gute Geldanlagen. Sie unterliegen aber dennoch den Änderungen der Marktzinsen. Wenn der Markt steigende Zinsen aufweist, ist das ein Hinweis darauf, dass es auch für neue Anleihen höhere Zinskupons für laufende Emissionen gibt. Diese passen sich den Renditen der bereits gekauften Anleihen an. Hast du als Anleger deine Anleihen bei einem Kurs von 100 Prozent erworben, droht kein Kursverlust. Hast du sie jedoch bei einem niedrigen Zinsniveau gekauft, können Schwankungen auch Verluste erzielen. Wenn du deine Obligationen bis zu dem Ende der Laufzeit behältst, bekommst du die Zinsen als Gutschrift und am Jahresende den Nennwert zurückbezahlt. Die Zinsen des Marktwertes spielen dann eine Rolle, wenn die Anleihen vor dem Ende der Laufzeit verkauft werden.

Was sind Kurslisten?

Kurslisten sind für Aktionäre und Anleger in der Schweiz sehr gute Orientierungshilfen. Sie enthalten die Schlusskurse des jeweiligen letzten Börsentags. Kurslisten werden aber auch von der Eidgenössischen Steuerverwaltung ausgelegt, in denen dann die geltenden Kurse der Steuererhebung vermerkt sind. Diese wiederum spielen für die Bewertung der Wertschriften und Devisen innerhalb der Steuerperiode eine entscheidende Rolle. Enthalten sind Erträge und Kurse für:

  • Wertpapiere
  • Anlagefonds
  • Optionen
  • Derivate
  • Devisen
  • Gold und Edelmetalle

Der Treuhandvergleich für die Schweiz. Finde die besten Treuhänder in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Steuern berechnen: So gelingt der Überblick über die eigenen Finanzen

Bereits beim Gedanken an die Steuerabgabe wird dir mulmig zumute? Du weisst nicht, wo du anfangen sollst und wie sich Steuern überhaupt berechnen? Sei beruhigt: Mit diesen Fragen und Problemen stehst du nicht allein da. Denn die Antworten hierauf erfordern etwas Recherche und bei komplizierten Themen schiebt man diese gerne auf morgen. Wir machen es dir einfacher: In unserem Beitrag bekommst du den kompakten Überblick zum Thema Steuerberechnung und erfährst, wie du deine Steuern berechnen kannst. Damit sparst du nicht nur Geld und Zeit, sondern gegebenenfalls auch den Gang zum Anwalt.

Verjährung Verlustschein: Auswirkungen eines Verlustscheins und was innert der Verjährung zu beachten ist

Ein Verlustschein ist das Ergebnis einer erfolglosen Betreibung. Für Gläubiger und Schuldner verkörpert er die Schuldanerkennung und damit den Anspruch. Erschleicht sich ein Zahlungspflichtiger einen Verlustschein durch betrügerischen Konkurs, Pfändungsbetrug oder Gläubigerschädigung, muss er mit empfindlichen Strafen rechnen (StGB Artikel 163, 164, 169). Mit dem Verlustschein kann der Gläubiger seine Forderung gerichtlich durchsetzen. Dazu hat er 20 Jahre Zeit. Danach erlischt der Anspruch, wenn er keine Verjährungsunterbrechung anstösst. Hier erfährst du Wissenswertes zu Verlustschein, Schuldbetreibung und Verjährung: Welche Auswirkungen hat der Verlustschein? Wie können sich Zahlungspflichtige wehren? Was hat das Betreibungsamt damit zu tun? Wie ist die aktuelle Rechtsprechung?

Kapitalsteuer: Wer steuerpflichtig ist und wer sich davon befreien lassen kann

Kapitalgesellschaften und weitere juristische Personen bezahlen neben Ertragssteuern auch Kapitalsteuern. Auf Bundesebene wurden die Kapitalsteuern zwar abgeschafft, nicht jedoch auf Kantons- und Gemeindeebene. Dort müssen juristische Personen nach wie vor Kapitalsteuern bezahlen. Welche juristischen Personen genau Kapitalsteuern bezahlen müssen, worauf diese Steuern erhoben werden, wer von der Steuerpflicht befreit ist und weitere spannende Informationen zur Kapitalsteuer findest du hier.

Die eidgenössische Steuerverwaltung: Was man darüber wissen sollte

Das Steuerwesen ist in den meisten Ländern sehr komplex. In der Schweiz ist die eidgenössische Steuerverwaltung nicht nur für die Regelung des Steuerrechts zuständig, sondern auch für wichtige Steuerfragen. Steuern werden grundsätzlich für Zinsen, Dividenden und Ausschüttungen erhoben und ermöglichen die Finanzierung der staatlichen Einrichtungen. Die Regulierung ist dabei so festgelegt, dass eine Steuerhinterziehung vermieden wird.

Fondssparplan: Das sind seine Eigenschaften und Vorteile

Wenn du dich mit dem Thema Geldanlage beschäftigst, stösst du früher oder später auf den Fondssparplan. Deine Einzahlung in einen solchen Anlagefonds nimmst du bei deinem Anbieter in der Regel monatlich vor. Welchen Betrag du wählst, bleibt dir überlassen. Diese Anlageform eignet sich auch für den Privatkunden und sie verspricht, mit den Aktien der Unternehmen eine interessante Rendite zu erzielen. Ein solcher Fonds kann ein sehr grosses Vermögen erreichen, viele Anleger zahlen hier gemeinsam ein und entrichten für die Fondsverwaltung Gebühren in gewisser Höhe. Hier liest du, warum diese Anlageform auch für dich interessant sein könnte.

ESR Zahlung: Rechnungen unkompliziert begleichen

Die ESR Zahlung ist eine besonders einfache Möglichkeit, in der Schweiz Rechnungen zu begleichen. Es handelt sich hierbei um eine schnelle und unkomplizierte Form der elektronischen Überweisung. Für die Zahlung verwendest du in der Schweiz ein entsprechendes Formular beziehungsweise einen Schein, in den du alle erforderlichen Angaben einträgst. In der Schweiz geniesst dieses Verfahren eine besonders hohe Verbreitung. Das liegt daran, dass, anders als etwa in Deutschland, die Lastschrift nie zu einer hohen Akzeptanz gefunden hat. Wenn du also in der Schweiz unterwegs bist, solltest du wissen, wie ESR funktioniert. Hier erfährst du es.