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Was bedeutet Silodenken und was kann man dagegen unternehmen?

Was bedeutet Silodenken und was kann man dagegen unternehmen?

In einer Organisation wie einem Unternehmen taucht es häufig auf, zum Beispiel bei der Zusammenarbeit im Team: das Silodenken. Wenn du in deiner Karriere bereits in mehreren Firmen tätig warst, die dort herrschende Kultur kennengelernt hast und verschiedene Führungskräfte und Kollegen erleben durftest, hast du vielleicht schon erfahren, wie gefährlich das Silodenken für den Erfolg sein kann. Denn wer Silodenken betreibt, blickt nicht mehr über den Tellerrand hinaus. Hier erfährst du, was Silodenken genau ist und was du und deine Firma dagegen unternehmen könnt.

Was ist Silodenken in Organisationen?

Das Silodenken bezeichnen die Experten auch als sogenanntes Bereichsdenken. Es tritt typischerweise in Unternehmen auf und behindert die Entwicklung im Team und der gesamten Organisation, wenn es nicht zu einem Abbau dieser eingefahrenen Denkweise und einer besseren Kooperation kommt. Manchmal wird das Silodenken auch als Eigenbrötler-Kultur bezeichnet. Zur Definition des Silodenkens gehört, dass Abteilungen in einem Unternehmen nicht miteinander, sondern gegeneinander arbeiten. Jeder denkt nur in seinem Bereich und bezieht die Belange anderer Unternehmensteile nicht mit ein. Häufig übernimmt das Controlling die Aufgabe, eine entsprechende negative Entwicklung zu erkennen und zu einer besseren Zusammenarbeit aller Abteilungen und im Team beizutragen.

Woran erkenne ich Silodenken in Teams und Abteilungen?

Die Diagnose ist häufig der erste Schritt zur Heilung. Das ist beim Silodenken nicht anders. Behindert das Silodenken in einer Organisation die Transformation oder das Vorankommen in einem bestimmten Projekt, ist es wichtig, die fehlgeleitete Denkweise frühzeitig zu erkennen. Alle Bereiche im Unternehmen wie die Entwicklung, der Vertrieb oder das Marketing können davon betroffen sein. Ist die Zusammenarbeit der Abteilungen innerhalb einer Organisation gestört, weist das häufig auf bestehendes Silodenken hin. Die Kommunikation findet vor allem innerhalb der Abteilungen und Teams statt und bleibt darauf beschränkt. Folgende Merkmale dienen als Warnhinweis:

  • Jede Abteilung verfolgt andere Interessen
  • Es besteht kein Pflichtgefühl gegenüber Mitarbeitern in anderen Abteilungen
  • Gestörte Kommunikation
  • Geringe Innovationsfähigkeit
  • Geringer Informationsaustausch zwischen Abteilungen

Wie kann ich die Entwicklung zum Silodenken aufbrechen?

Verschiedene Strategien helfen dir dabei, das Silodenken zuverlässig aufzubrechen. Eine Möglichkeit besteht in der regelmässigen Jobrotation. Mitarbeiter sollen auch andere Abteilungen im Unternehmen kennenlernen und sich fremde Denkweisen aneignen. Das weitet den Horizont und bricht das Silodenken auf. Nützlich ist die Einrichtung eines Social Intranet. Hierbei erhalten die Mitarbeiter eine Plattform, über die sie sich leichter untereinander austauschen können. Das soll die Distanz zwischen den Mitarbeitern abbauen. Eine weitere Möglichkeit besteht im Aufbau interdisziplinärer Teams. Mitarbeiter aus verschiedenen Fachrichtungen neigen weniger zum Silodenken, wenn sie gemeinsam arbeiten und abweichenden Ideen ausgesetzt sind.

Warum ist Silodenken für die Zusammenarbeit gefährlich?

Vom Silodenken gehen viele Gefahren für Unternehmen aus. Dazu gehört die Verringerung des Engagements des einzelnen Mitarbeiters. Er verhält sich ignorant gegenüber Ideen, die nicht aus dem eigenen Team oder der eigenen Abteilung stammen. Unternehmen mit ausgeprägtem Silodenken in den Abteilungen neigen zu geringerer Innovation. Neue Ideen können sich nicht entwickeln, Projekte kommen nicht zum Abschluss. Schlussendlich geht mit dem Silodenken eine Verringerung des Unternehmenserfolgs einher. Das Management hat es mit Mitarbeitern mit geringerer Produktivität zu tun und die Umsatzentwicklung leidet.

Welche Auswirkungen hat Silodenken auf Unternehmen?

Die stärksten Auswirkungen des Silodenkens auf das Unternehmen sind langfristiger Natur. Kurzfristig ergeben sich häufig keine Veränderungen, die langfristig dafür umso gravierender ausfallen. Dazu gehört, dass sich aufgrund der verringerten Innovationsleistung die Position des Unternehmens im Markt verschlechtert. Bleiben Transformationsprozesse aus, könnte das Unternehmen den Anschluss an die Konkurrenz verlieren. Grundsätzlich gilt: Je länger das Silodenken besteht, desto stärker verfestigen sich die Denkstrukturen und desto schwerwiegender sind die negativen Auswirkungen.

Was kann das Management gegen Silodenken unternehmen?

Es ist häufig Aufgabe der Abteilungsleiter und der Unternehmensführung weiter oben in der Hierarchie, das Silodenken abzubauen. Zu den typischen Massnahmen gehört es, Abteilungen aufzulösen und neu zusammenzulegen oder einzelne Mitarbeiter zu versetzen, damit sich neue Ideen im Unternehmen besser verbreiten. Grundsätzlich sollte die Führung überwachen, ob die Kommunikation zwischen den Abteilungen noch stattfindet oder bereits gestört ist, damit sie gegebenenfalls rechtzeitig eingreifen kann.

Steht das Silodenken der Transformation im Rahmen der Digitalisierung im Weg?

Die Digitalisierung in den Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass sie als Transformationsprozess eben nicht nur einzelne Abteilungen, sondern die gesamte Organisation betrifft. Aus diesem Grund ist das Silodenken gerade in Hinblick auf die Digitalisierung so schädlich. Wenn du die Digitalisierung ernst nimmst, müssen alle Abteilungen daran mitwirken und die Belange anderer Mitarbeiter im Unternehmen im Blick behalten. Der digitale Wandel gelingt nur, wenn du alle Abteilungen mit einbeziehst. Hier gilt es Strategien zu entwickeln, die einzelne Bereiche davon abbringen, nur die eigenen Vor- und Nachteile der Digitalisierung zu betrachten. Stattdessen ist es wichtig, immer die Auswirkungen auf den gesamten Unternehmenserfolg zu berücksichtigen. Dann lässt es sich eher akzeptieren, dass einige Abteilungen vom digitalen Wandel stärker betroffen sind als andere.

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