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Tagesgeld kurz und knapp erklärt

Tagesgeld kurz und knapp erklärt

Das Tagesgeld gilt als eine sichere und trotzdem flexible Geldanlage ergänzend zum Girokonto. Während dieses laufende Einnahmen und Abgaben regelt, aber kaum Zinsen abwirft, lässt sich mit einem Tagesgeldkonto über einen längeren Zeitraum sparen. Gleichzeitig hast du jederzeit Zugriff auf das Geld. Alles, was du über Tagesgeld wissen solltest, haben wir im Folgenden zusammengestellt.

Was versteht man unter Tagesgeld?

Tagesgeld ist eine Art von Einlagensicherung von Geld, das du in absehbarer Zeit brauchen wirst – im Gegensatz zu einem Sparbuch etwa, wo du das Geld für mehrere Jahre hinterlegst. Die Zinsen sind höher als bei einem Girokonto und meistens auch besser als bei einem Sparbuch. Man verwendet das Tagesgeldkonto, um Geld kurzfristig anzulegen. Nach dem Prinzip „aus den Augen, aus dem Sinn“ zahlt man zum Beispiel monatlich etwas Geld vom Girokonto auf das Tagesgeldkonto ein, weil man das Geld für den nächsten Urlaub, für den Autokauf oder für Reparaturen sparen möchte. Das lässt sich als Dauerauftrag bei der Kontoführung einrichten. Damit lässt sich ein einfacher Sparplan einrichten. Einer der Vorteile ist die Flexibilität: Die Laufzeit von Tagesgeldkonten ist nicht festgelegt. Du kannst also jederzeit auf das Tagesgeld zugreifen. Somit lässt sich auch gut für ungeplante Ausgaben sparen. Allgemein sind die Vorteile vom Tagesgeld:

  • Monatliche Zinsen
  • Auszahlung jederzeit möglich
  • einfache Eröffnung
  • Einzahlung jederzeit oder mittels Dauerauftrag

Welche Sparkassen führen Tagesgeldkonten?

So gut wie alle Sparkassen und andere Banken bieten ein Tagesgeldkonto für Privatkunden an. Im Ausland ist die Kontoeröffnung eines Tagesgeldkontos wesentlich einfacher als in der Schweiz. Deutsche Sparkassen etwa bieten ein Tagesgeldkonto ab jedem Einzahlungsbetrag an. In der Schweiz hingegen beträgt die Anlagesumme 100.000 Schweizer Franken. Mit solchen hohen Mindesteinzahlungen richtet sich das Angebot in erster Linie an gut situierte Anleger, die ihr Geld auf eine traditionelle Art anlegen wollen. Hier nennt man das Tagesgeld auch „Call-Geld“.

Worin unterscheidet sich das Tagesgeld vom Festgeld?

Das Tagesgeld hat ein Problem: Es gibt keine Zinsgarantie. Die Zinsen bei einem Tagesgeldkonto können im Laufe der Zeit sinken oder steigen. Anders sieht es beim Festgeld aus. Hier sind die Zinsen garantiert. Zu Beginn des Festgeldkontos legt man die Zinsen bis zum Ende der Laufzeit fest. Ein Nachteil: Du bist nicht flexibel, was das Abheben des Geldes anbelangt. Das Festgeld gilt für die gesamte Laufzeit, die du vor der Eröffnung des Kontos festlegst. Die Angebote reichen beim Festgeld von einigen Monaten bis zu einem Jahr oder bis zu zehn Jahren. Niedrige Laufzeiten können von Vorteil sein, wenn in der Zwischenzeit sich die Zinssätze erhöhen.

Wie hoch sind die Zinsen beim Tagesgeld?

Zinssicherheit ist mit einem Tagesgeldkonto nur schwer zu erreichen. Sie eignen sich daher kaum für langfristiges Sparen. Dafür sind Festgeldkonten besser geeignet. Sollten der Zinsertrag in absehbarer Zeit sinken, dann lohnt sich eventuell ein Wechsel des Guthabens auf das Festgeld. Die Zinsen beim Tagesgeld liegen aktuell – Stand 2020 – zwischen etwa 0,10 Prozent bis zu höchstens 0,60 Prozent. Bei manchen Banken können die Zinsen auch nur 0,01 Prozent betragen. Üblicherweise zahlen die Banken und Sparkassen die Zinsen einmal pro Monat aus, manche auch in Abständen von zwei Wochen. Je häufiger sie das Geld auszahlen, desto mehr profitierst du von den Zinseszinsen.

Für welchen Zeitraum lohnt sich ein Festgeld?

Wie bereits beschrieben, ist die Laufzeit von Festgeld flexibel. Es gibt keine festen Zeiträume, in der du das Konto halten musst. Das eingezahlte Geld lässt sich jederzeit abheben. Bei einem längerfristigen Zeitraum lohnt sich ein Festgeldkonto eher. Das liegt unter anderem an den Schwankungen bei den Zinsen. Mit einem Festgeldkonto betragen die Zinsen genau den zuvor vereinbarten Wert. Da man bei der wirtschaftlichen Lage eher von sinkenden Zinsen ausgehen kann, lohnt sich das Tagesgeld für einen Horizont von mehreren Jahren eher nicht.

Was bewirkt eine Einlagensicherung?

Damit das Tagesgeld auch eine sichere Geldanlage bleibt, braucht es eine Einlagensicherung. Diese schützt das Guthaben des Kundenkontos im Falle einer Insolvenz der Bank. Je nach Anbieter und je nach Land gibt es unterschiedliche Höhen an Einlagen. Im gesamten Raum der Europäischen Union gilt seit dem 1. Januar 2011 eine gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro. Diese gilt pro Kunde und Bank. Damit sind Guthaben auf ausländischen Tagesgeldkonten bis zu einer Höhe von 100.000 Euro geschützt. In der Schweiz ist die Situation nicht anders. Auch hier gibt es eine Einlagensicherung von 100.000 Schweizer Franken. Diese ist seit dem 1. Juli 2004 gesetzlich verankert. Allerdings werden nur insgesamt sechs Milliarden Schweizer Franken bei einem Entschädigungsfall für privilegierte Einlagen bereitgestellt.

Ist es besser, als Neukunde oder als Bestandskunde ein Tagesgeldkonto anzulegen?

Viele Banken werben Neukunden an, indem sie hohe Zinssätzen bei Tagesgeldkonten anbieten. Wer bereits ein Kundenkonto bei der Bank hat, der bekommt möglicherweise weniger Zinsen im Vergleich zu jemandem, der sich erst anmeldet. So ist es auch möglich, von Bank zu Bank zu wechseln, um die besten Zinserträge für Neukunden zu ergattern.

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