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Optionsscheine: So funktioniert das klassische Hebelprodukt

Optionsscheine: So funktioniert das klassische Hebelprodukt

Für besonders risikoaffine Anleger stehen Optionsscheine als Anlageprodukte zur Auswahl. Die Funktionsweise dieser Papiere ist relativ kompliziert, sie eignen sich daher eher für den erfahrenen Anleger, der über das notwendige Wissen für diese Geldanlage verfügt. Da die Optionsscheine für Unternehmen und Anleger heute eine so wichtige Rolle spielen, lohnt sich die Beschäftigung mit diesem klassischen Hebelprodukt aber selbst für den interessierten Laien. Wenn du einmal verstanden hast, wie sich die Optionsscheine einsetzen lassen, kannst du bei diesem spannenden Thema besser mitreden.

Was sind Optionsscheine?

Optionsscheine sind handelbare Rechte. Und zwar erwirbst du mit dem Schein das Recht, einen Wert in der Zukunft zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Bei diesem Wert kann es sich zum Beispiel um ein Wertpapier wie etwa eine Aktie oder auch um Rohstoffe handeln. Dabei ist wichtig, dass es sich bei einem Optionsschein gerade nicht um eine Aktie handelt. Mit der Option selbst ist also kein Eigentum am jeweiligen Unternehmen verbunden. Der Herausgeber des Optionsscheins nennt sich Emittent. Der Preis, zu dem du kaufen oder verkaufen kannst, nennt sich bei einer Option Basispreis. Der Wert, den du damit verkaufst oder kaufst, heisst entsprechend Basiswert. Das Konzept der Optionen stammt aus dem englischsprachigen Raum. Der Kauf heisst daher auch „Call“ und der Verkauf „Put“. Entsprechend heissen die Optionen Call-Optionen und Put-Optionen. Auf diese Begriffe triffst du beim Thema Optionsscheine häufig.

Wie funktionieren Optionsscheine?

Das entscheidende Merkmal bei einem Optionsschein ist der Hebel. Es ist diese Hebelwirkung, die den Reiz der Optionen für Anleger ausmacht. Doch wie funktioniert dieser Hebel? Besitzt eine Aktie zum Beispiel einen Hebel von fünf und der Basiswert der Option steigt um fünf Prozent, dann steigt der Wert des Optionsscheins um ganze 25 Prozent. Der Wert der Option steigt also sehr viel stärker an als der Wert des Basiswertes. Weitere Faktoren bestimmen hier, ob der Zugewinn tatsächlich so hoch ausfällt. Dazu gehört zum Beispiel das Aufgeld, das angibt, um wie viel Prozent der Kauf oder Verkauf des Basiswerts über den Optionsschein über den Kosten am Markt liegt. Ein hohes Aufgeld kann dazu führen, dass der Zugewinn deutlich geringer ausfällt.

Welche Risiken bergen Optionsscheine?

Optionsscheine bergen potenziell das Risiko des Totalverlusts des eingesetzten Kapitals. Ein Totalverlust ist zum Beispiel dann möglich, wenn du die Ausübungsfrist für die Option versäumst. Um die Risiken realistisch einschätzen zu können, ist häufig viel Erfahrung im Umgang mit Optionsscheinen erforderlich. Folgende Risiken bestehen:

  • Totalverlust
  • Emittentenrisiko (Emittent ist insolvent)
  • Währungsrisiko (Währungsschwankungen)

Welche Bedeutung hat der Zeitwert?

Der Wert des Optionsscheins hängt wesentlich von zwei Faktoren ab: dem inneren Wert und dem Zeitwert. Der Markt bewertet laufend, wie hoch diese beiden Werte sind. Es ist daher normal, dass der Wert deines Optionsscheins schwankt. Den Zeitwert ermittelst du, indem du vom Optionsscheinpreis den inneren Wert abziehst. Viele Faktoren nehmen dabei Einfluss auf den Zeitwert. Dazu gehören die Restlaufzeit, der Zinssatz und der Kurs, zu dem die Börse den Basiswert aktuell handelt. Auch die Höhe der Volatilität des Basiswerts spielt eine Rolle. Die Volatilität gibt die Kursschwankungen an. Ausserdem sind die Dividenden zu berücksichtigen. Die entsprechenden Formeln für die Kalkulation können daher eine gewisse Komplexität erreichen.

Wie funktionieren Basispreis und Basiswert?

Basispreis und Basiswert sind zwei entscheidende Komponenten eines jeden Optionsscheins. Der Basiswert ist der Wert etwa in Form von Anleihen, die du zu einem festgelegten Preis nach Ende der Laufzeit beziehen kannst. Der Preis, zu dem du in einem bestimmten Bezugsverhältnis zum Beispiel Anleihen kaufen oder verkaufen kannst, nennt sich entsprechend Basispreis.

Wie mache ich mit einem Optionsschein Gewinn?

Optionsscheine bieten hervorragende Möglichkeiten für die Gewinnerzielung. Dazu ist es erforderlich, dass sich der Kurs des Basiswerts in eine für deinen Optionsschein günstige Richtung bewegt. Wählst du eine Call-Option und sicherst dir einen Kaufpreis in bestimmter Höhe und der Wert des Wertpapiers steigt, kannst du in der Zukunft günstiger einkaufen. Umgekehrt gilt das auch: Fällt der Preis des Basiswerts, kannst du in der Zukunft zu einem höheren Preis als dem aktuellen Kurs verkaufen. Auf diese Weise kannst du Gewinne erzielen, wenn du den Verlauf der Kurse gut abschätzen kannst. Du behältst den Börsenkurs oder Index also immer im Blick und betreibst vielleicht Chartanalysen. Du bist übrigens nicht dazu verpflichtet, zu kaufen oder zu verkaufen. Geht die Restlaufzeit gegen Null und du siehst keinen ausreichenden Unterschied zwischen dem ursprünglichen und dem aktuellen Kurs, kannst du die Option auch einfach verfallen lassen.

Was ist ein Zertifikat?

Was ist der Unterschied zwischen einem Optionsschein und einem Zertifikat wie dem Hebelzertifikat? Bei einem Hebelzertifikat kommt eine sogenannte Knock-out-Grenze hinzu. Ist die Grenze erreicht, verfällt das Zertifikat in seinem Wert. Solche Zertifikate findest du in Abhängigkeit von ihrer Funktion unter verschiedenen Namen wie Bear-Zertifikate oder Short-Zertifikate.

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