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Indexfonds – im breiten Markt passiv investiert sein mit nur einem Produkt

Indexfonds – im breiten Markt passiv investiert sein mit nur einem Produkt

Indexfonds sind Fonds, die einen Index nachbilden. Das heisst, mit einem Produkt (dem Fond) lassen sich ganze Märkte unterschiedlichster Grössen, Segmente und Kapitalisierung abbilden. Indexfonds sind bei eidgenössischen Börsianern recht beliebt und laufen auch den ETFs (exchange traded funds) den Rang ab. Für das passive Investieren sind diese Investmentfonds durchaus interessant. Als Anleger solltest du dich allerdings mit den steuerlichen Besonderheiten und den Unterschied zu ETFs sowie zum Investment mit Einzelaktien gut vertraut machen. Indexfonds bestechen dabei vor allem durch die Reduktion des Risikos durch breite Streuung und geringen Aufwand für den Anleger.

Was ist ein Indexfonds?

Ein Indexfonds ist zuerst einmal ein Investment- oder Anlagefonds und damit ein Produkt zur Vermögensbildung. Es handelt sich um einen Aktienfonds, der nicht durch sogenanntes Stock Picking – also dem Auswählen von Einzeltiteln anhand verschiedenster Kriterien – zusammengestellt wird, sondern durch die Nachbildung von Indizes. Indizes sind beispielsweise der SMI (Schweizerische Unternehmen), der S&P 500, der DAX, der Nikkei 225 oder der Nasdaq 100. Neben länderspezifischen Indizes gibt es auch (globale oder multinationale) Branchenindizes, Nachhaltigkeitsindizes und vieles mehr. Ein Indexfonds strebt eine Nachbildung eines Index an, indem die Aktien in entsprechender Gewichtung gekauft werden.

Was unterscheidet den Indexfonds von einzelnen Aktien, Aktienfonds und ETFs?

Indexfonds sind für passive Anlagen von Geld gedacht. Sie werden erworben und es wird auf eine Wertsteigerung des gesamten Index spekuliert. In den vergangenen Jahrzehnten lässt sich bei der Betrachtung vieler Indizes feststellen, dass dies funktioniert hat – was keine Garantie dafür ist, dass dies auch immer so bleiben wird. Indexfonds sind durch den Index, den sie abbilden, eine ganze Kohorte von Wertpapieren. Diese performen unterschiedlich gut. Dadurch kommt es zu einer Nivellierung des Risikos für Verluste, aber eben auch zu einer Nivellierung der Gewinne. In der Vermögensverwaltung spielt diese Verminderung von Einzeltitelrisiken eine beträchtliche Rolle für die Sicherheit eines ganzen Depots. Dies ist auch schon ein wichtiger Unterschied zur einzelnen Aktie: Ein Indexfonds nivelliert alle Chancen und Risiken der darin enthaltenen Aktien. Eine einzelne Aktie kann enorme Gewinne bringen, aber auch Verluste bescheren. Aktienfonds sind hingegen nicht an die Nachbildung eines Indexes gebunden, sondern werden durch die Auswahl einzelner Aktien zusammengestellt und aktiv verwaltet. Der Unterschied zwischen ETFs und Indexfonds ist indessen vor allem die Handelbarkeit: ETFs sind im Grunde Indexfonds, die frei an der Börse handelbar sind. Indexfonds können nur einmal täglich beim Emittenten ge- oder verkauft werden. Steuerlich sind die Produkte unterschiedlich behandelt, worauf gleich noch eingegangen wird.

Wie funktioniert ein Indexfonds?

Ein Indexfonds funktioniert über die physische Replikation eines Index. Das heisst, Aktien werden innerhalb eines Anlagefonds so zusammengestellt, dass sie den zugrunde liegenden Index abbilden. Rückt etwa ein Unternehmen nach und ersetzt ein anderes, werden auch die Aktienpositionen entsprechend ausgetauscht. Es handelt sich also um passives Investieren.

Wie hoch sind die Kosten für einen Indexfonds?

Die Kosten für einen Indexfonds sind in der Regel gering und bewegen sich in einem Bereich von deutlich unter einem Prozent per Jahr. Damit sind sie, nebst ETFs, gegenüber aktiv verwalteten Fonds sehr günstig und damit attraktiv für private Anleger. Nebst den laufenden Kosten ist auch die Stempelsteuer wichtig: Fonds mit dem Domizil Schweiz sind von der Stempelsteuer befreit. Bei Fonds aus dem Ausland fallen beim Kauf 0,15 Prozent an, beim Rückverkauf nichts. Ausserdem sind Emittenten von Indexfonds auch Unternehmer. Sie verdienen an Gebühren, die zusammengefasst die laufenden Kosten ausmachen. Ein Vergleich lohnt sich für dich als Anleger immer.

Wie sicher ist mein Investment in Indexfonds?

Unter allen Lösungen in Sachen Geldanlage ist ein Indexfonds aufgrund der breiten Streuung einer der sichereren. Die Performance ist zwar nicht mit sogenannten Tenbaggern vergleichbar. Jedoch ist das Ausfall- und Verlustrisiko bei Indexfonds und auch ETFs mit breiter Streuung deutlich geringer. Die Renditen sind in Abhängigkeit vom Markt, in den investiert wurde, zu betrachten. Investierst du weltweit über verschiedene Indexfonds, orientiert sich deine Rendite an der globalen Marktperformance. Zu Risiken, möglichen Renditen und genauen Lösungen für deine Anlagewünsche solltest du gegebenenfalls einen entsprechenden Berate für Anlagen und Vermögensbildung konsultieren.

Lohnen sich Anlagen in Indizes für mich?

Je nachdem, wie viel Geld du zur Verfügung hast, wie langfristig du deinen Anlagehorizont siehst und wie sehr du dich aktiv mit Börse beschäftigen möchtest, kommen unterschiedliche Anlagestrategien für dich in Betracht. Grundsätzlich ist das Investieren in Indexfonds oder ETFs für dich sinnvoll, wenn du:

  • passiv investieren möchtest
  • über einen Sparplan investieren möchtest
  • dir Risikostreuung und breit gefächertes Investieren sehr wichtig sind
  • dir gut informiertes, aktives Investieren (noch) nicht zutraust

Welche Lösungen zum Investieren bieten die schweizerischen Depotbanken?

Schweizerische Depotbanken sind insgesamt mehr am Vertrieb von aktiv gemanagten Fonds interessiert, da diese durch höhere Gebühren, Ausgabeaufschläge und ähnliches zu grösseren Einnahmen führen. Passive Investmentprodukte lassen sich für private Anleger zwar gelegentlich finden. Jedoch kann es sich für dich lohnen, direkt beim Emittenten (dem Aufleger des Indexfonds) deine Anteile zu erwerben. Selbstverständlich ist dein Finanzinstitut aber ein möglicher Ansprechpartner in allen Geldfragen.

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