Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Manchmal wird er auch als Höchstzinssatz bezeichnet. Der Kapitalisierungszins beschreibt das Verhältnis zwischen dem Nettobetriebsertrag, den ein Unternehmen oder ein Gebäude erzielt, und seinen Kapitalkosten. Die Kapitalkosten entstehen durch den ursprünglichen Kaufpreis für die Firma oder Immobilie, um die es geht. Auch über das Verhältnis von Nettobetriebsertrag und dem aktuellen Marktwert einer Unternehmung kann eine Ermittlung mit Hilfe des Höchstzinssatzes Auskunft geben.
Für die Bestimmung des Ertragswertes eines Unternehmens oder einer Immobilie ist der Kapitalisierungszins eine zentrale Information. Er wird zusammengesetzt aus mehreren Komponenten, nämlich den folgenden Zinssätzen:
Wenn eine Investition getätigt wird, steht eine Frage ganz oben: Lohnt sich das? Die Ermittlung oder Schätzung der zu erwartenden Gewinne bei einer Investition entscheidet über Ja oder Nein, über Sinn und Unsinn dieses Vorgangs. Für eine Schätzung von potentiellen Renditen, die ein Investor auf seine Investition erwarten kann, benötigt er den Kapitalisierungszinssatz. Unter Berücksichtigung individueller Gegebenheiten im Einzelfall sowie Einbeziehung alternativer Investitionsmöglichkeiten bietet das Wertermittlungsverfahren mit dem Kapitalisierungszins also ein wertvolles Tool zur Entscheidungsfindung.
Eines der wichtigsten Instrumente zur Ermittlung des Unternehmenswertes ist das sogenannte Ertragswertverfahren. Bei dieser Methode wird der Wert der Firma oder der Immobilie anhand der zukünftig erwartbaren Überschüsse ermittelt. Dabei berücksichtigt die Ertragswertmethode auch Anlagealternativen, die sich einem Käufer bieten. Die Methode betrachtet den Unternehmenswert und seine Bewertung also aus Sicht eines Investors, weniger aus der eines Verkäufers. Im Interesse des Investors liegt die Auskunft darüber, welche Gewinne er künftig erwarten kann, weniger die aktuelle oder gar zurückliegende Entwicklung des Investitionsobjektes.
Mehrfamilienhäuser und Mietobjekte dienen genau wie Gewerbeimmobilien oft der Kapitalvermehrung. Hier wird das Ertragswertverfahren, für das der Kapitalisierungszins wichtig ist, häufig zur Ermittlung des Wertes genutzt. Immobilieninvestoren möchten natürlich im Voraus möglichst genau abschätzen können, was ihnen die Kapitalanlage eintragen wird. Das Ertragswertverfahren berechnet, welchen finanziellen Ertrag ein Käufer künftig erwarten kann. Für die Ermittlung der Werte wird ein marktüblicher Multiplikator mit dem Reinwert der Immobile verrechnet. Die Nettomieteinnahmen pro Kalenderjahr werden durch den Kapitalisierungssatz geteilt. Der Immobilienexperte berechnet den Kapitalisierungszinssatz aus dem Zinssatz, der ohne Risiko ist. Ausserdem werden Verwaltungskosten, Risiken für Leerstand, Kosten für laufenden Unterhalt und die Altersentwertung in die Wertermittlung mit einbezogen. Je niedriger der Kapitalisierungssatz ist, desto höher fällt der ermittelte Gebäudewert aus.
Bei kleinen und mittelständischen Unternehmen liegt der Kapitalisierungszins meist im Bereich zwischen sieben und zehn Prozent. Ein Aufschlag für das unternehmerische Risiko wird mit dem Zinssatz verrechnet, der sich aus dem Zins ergibt, der mit einer risikolosen Anlage erreicht werden könnte. Ein kleines Unternehmen mit geringen Risiken läge im Satz etwa bei höchstens zwanzig Prozent. Je höher der Kapitalisierungszins gewählt wird, desto geringer fällt der Unternehmenswert aus. Die Risiken der Zukunft und die Frage, ob und wieweit sie kalkulierbar sind, haben Einfluss auf die Berechnung: Je unsicherer die Kalkulation, desto schneller wird der Käufer oder Investor den Kaufpreis wieder „hereinholen“ wollen.
Bei jeder Immobilie und jeder Liegenschaft ist der Kapitalisierungszinssatz neu zu ermitteln. Dabei liegt jeder Einzelfall anders und die einzelnen Komponenten weichen zahlenmässig voneinander ab. Individuelle Zuschläge und Abschläge führen dazu, dass der Zins in jedem Fall anders aussieht. Immobilienexperten ermitteln ihn aufgrund der individuellen Gegebenheiten also in jeden Verkaufsfall aufs Neue.
Der Kapitalisierungszinssatz besteht aus den Komponenten
Beim Basiszins werden meistens die persönlichen Steuern noch einbezogen. Neben diesen Informationen finden weitere Verwendung bei der Berechnung der künftigen Überschüsse: eine Ertragsprognose, erstellt mit Hilfe einer Analyse des künftigen Kosen- und Umsatzpotenzials sowie der zu erwartenden Jahresergebnisse in Zukunft. Ein Abgleich mit der Branche sowie mit den regionalen Gegebenheiten am Standort gehören ebenfalls zum Wertermittlungsverfahren. Hinweise können ausserdem Unternehmenszahlen aus der Vergangenheit und Angaben zum Eigenkapital liefern.
Ein Hausbau birgt für die meisten Menschen unzählige neue und spannende Erfahrungen. Es gilt, persönliche Wünsche, finanzielle Fähigkeiten und bauliche Besonderheiten zu vereinbaren. Soll mit ökologischen Materialien gebaut werden? Sind spezifische Herausforderungen beim Innenausbau zu beachten? Doch noch bevor Planung und Bau beginnen, steht die Frage nach der passenden Finanzierung an. Wenn du langfristig finanzieren willst, ist ein Annuitätendarlehen meist die richtige Wahl. Für dieses Darlehen zahlst du Hypothekenzinsen. Beachtest du die folgenden Tipps, hast du gute Chancen auf ein individuelles Darlehen zu guten Konditionen.
Für viele Menschen ist nicht nur das Sparen von Geld oder die Investition in eine Immobilie interessant, sondern auch der Kauf und Verkauf von Wertpapieren, die in der Wertsteigerung auf langfristige Sicht gute Optionen verzeichnen. In der Regel erfolgt das durch Obligationen oder Aktien. Daneben gibt es eine Anzahl anderer Wertschriften als gute Anlage und Finanzinstrument.
Ein Kauf auf Rechnung bietet für dich als Kunden eine Reihe von Vorteilen, vor allem, wenn du deine Bestellungen in Online Shops tätigst. Die Zahlungsart ist weit verbreitet und bei Käufern sehr beliebt. Rund um den Kauf auf Rechnung gibt es natürlich eine ganze Reihe von Fragen – Wo liegen die Nachteile? Für wen ist ein Rechnungskauf möglich? Und: Wie funktioniert er eigentlich? Hier erfährst du die wichtigsten Antworten.
Eine Firma zu gründen, will gründlich überlegt sein. Die Gründung eines Unternehmens geht mit sehr vielen Pflichten und Aufgaben einher. Bevor es an die Herstellung von Produkten oder die Bereitstellung von Dienstleistungen geht, gilt es vorab einige Fragen zu beantworten. Einer der wichtigsten Aspekte der Firmengründung ist die Beschaffung von Kapital. Noch vor dem ersten Handgriff muss die Finanzierung stehen. Wie du beim Gründen einer Firma in der Schweiz am besten vorgehst, erfährst du hier!
Alternative Investments bieten dir als Anleger im Portfolio zusätzliche Möglichkeiten der Diversifikation. Es handelt sich um eine bestimmte Form von Anlageklassen, die immer mehr Anbieter ihren Kunden für die Vermögensplanung präsentieren. Das gilt auch für die Schweiz. Viele Investmentfonds interessieren sich für Anlagen, die sich nicht an einer Benchmark, sondern an Märkten orientieren, die dir als Investor bei jeder Entwicklung interessante Gewinne bieten. Hier erfährst du, wie die Investition in alternative Investments aussieht und wie du deine Strategien erfolgreich umsetzt.
Eine Geldanlage ist nicht nur für Menschen interessant, die bereits Vermögen haben. Schon mit kleinen Beträgen kannst du ein finanzielles Polster für grössere Anschaffungen oder für deinen späteren Ruhestand ansparen. Wichtig ist, dass du in der Menge der Geldanlagen die Alternativen findest, die zuverlässig zu dir, zu deinen Zielen und zu deiner Risikobereitschaft passen. Mit ein bisschen Hintergrundwissen ist es relativ einfach, sich für die richtigen Investments zu entscheiden. Hier erfährst du, worauf es ankommt und auf was du achten musst, bevor du dich für eine Anlage und für einen Anbieter entscheidest.