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Investitionsrechnung – Alles über den Schlüssel zu nachhaltigem Geschäftserfolg

Investitionsrechnung – Alles über den Schlüssel zu nachhaltigem Geschäftserfolg

Entscheidungen, die eine Anschaffung oder Geldausgaben betreffen, sind für Unternehmen nicht immer einfach. Rechnerische Lösungen bietet die Investitionsrechnung, die genau erfasst, ob eine Investition Sinn macht oder nicht. Sie kann für alle Neuanschaffungen herangezogen werden, unabhängig davon, ob es sich um eine neue Produktionsmaschine, ein Büroobjekt, einen Firmenwagen oder einen PC handelt. Dafür stehen verschiedene Methoden der Berechnung zur Verfügung, wobei vor allen Dingen die statische und die dynamische Investitionsrechnung von Belang sind. Die wichtigsten Antworten zum Thema vermitteln wir dir hier.

Was ist eine Investitionsrechnung?

Durch die Investitionsrechnung erfasst du genau, ob sich eine Investition lohnt. Sie wird entsprechend vor einer Neuanschaffung durchgeführt und erlaubt durch verschiedene Berechnungsverfahren den Überblick, welche Vorteile und Nachteile durch die Investitionsmassnahme entstehen.

Unterteilt wird das Rechnungsverfahren in die statische und die dynamische Investitionsrechnung. Das statische Verfahren bietet erste Lösungen, jedoch keine Berücksichtigung der Zinseffekte. Vielmehr wird ein Durchschnittswert der zu erwartenden Kosten und Umsätze angesetzt. Auf lange Sicht erfolgt so keine optimale Übersicht, weshalb die statischen Modelle mehr für kurzfristige Berechnungen dienen. Im dynamischen Verfahren werden dagegen die Zahlungseingänge und Auszahlungen zeitlich erfasst, was eine langfristige Berechnung ermöglicht. Hierfür stehen ebenfalls mehrere Methoden zur Verfügung.

Welche Methoden gibt es für die statische Berechnung?

Bei der statischen Investitionsrechnung gibt es vier Berechnungskonzepte, die teilweise aufeinander aufbauen und in der Praxis oftmals für den besseren Überblick kombiniert werden. Diese sind:

  • die Kostenvergleichsrechnung (Alle durchschnittlichen Kosten einer Periode werden erfasst, um etwa zwei verschiedene Investitionen miteinander zu vergleichen. Hier fliessen alle fixen und variablen Kosten und kalkulatorische Zinsen und Abschreibungen ein.)
  • die Gewinnvergleichsrechnung (Eine erweiterte Kostenvergleichsrechnung, die zusätzlich die jährlichen Erlöse erfasst, wobei die Differenz zwischen diesen und den Kosten einen durchschnittlichen Gewinn oder Verlust aufzeigt. Hier können verschiedene Investitionen verglichen werden.)
  • die Rentabilitätsrechnung (Die Methode ermöglicht die Berechnung des Verhältnisses zwischen dem Durchschnittsgewinn und dem durchschnittlich eingesetzten Kapital. Investitionen können in Hinblick auf ihre Rentabilität geprüft werden.)
  • die Amortisationsrechnung (Die Rechnung enthält auch den Zeitraum, ab wann eine Investition sich lohnt und selbst finanziert. Das ist dann der Fall, wenn Einnahmeüberschüsse entstanden sind, die sowohl laufende Betriebskosten und die Anschaffungskosten decken.)

Wie ist eine dynamische Investitionsrechnung aufgebaut?

Die komplexer aufgebaute dynamische Methode enthält erweiterte Berechnungsmöglichkeiten, die eine höhere Genauigkeit über alle Investitionsgüter gestattet. Die wichtigsten Verfahren sind:

  • die Kapitalwertmethode (Die Berechnung ermöglicht das Erfassen des Kapitalwerts als Summe aller abgezinsten Überschüsse der jeweiligen Periode. Vorteilhaft ist die Investition dann, wenn der Kapitalwert im Betrag höher als die Auszahlungssumme ist.)
  • die Endwertmethode (Bei dieser Berechnung werden alle Überschüsse des Investitionsobjekts bis zum Endjahr berechnet, wobei nicht der Netto-, sondern der Endwert zählt und mit alternativen Anschaffungen verglichen werden kann. Ist dieser höher als die Auszahlungssumme, lohnt sich die Investition.)
  • die interne Zinssatzmethode (Mit dieser Methode wird der Zinssatz erfasst, bei dem ein Kapitalwert gleich Null bleibt, wozu zwei verschiedene Zinssätze herangezogen werden. Ermittelt wird der Zinssatz durch ein Näherungsverfahren. Ist der ermittelte Zinssatz höher als der Zinssatz der verglichenen Investition, ist die eigentliche Anschaffung vorteilhafter.)
  • die Annuitätenmethode (Hierbei handelt es sich um ein erweitertes Rechnungssystem der Kapitalwertmethode. Der errechnete Kapitalwert wird entsprechend mit dem Kapitalwiedergewinnungsfaktor multipliziert, wobei auch der kalkulatorische Zinssatz mit einbezogen wird, der die Berechnung des Kapitalwerts ermöglichte. Mit der Annuität wird der durchschnittliche Überschuss einer Anschaffung im Jahr erfasst. Sie sollte dabei grösser als Null sein.)

Welche Vor- und Nachteile bieten die statischen Methoden?

Die statische Investitionsrechnung bietet den Vorteil, dass sie für Unternehmen sehr unkompliziert ist und daher schnell und kurzfristig gute Lösungen und Ergebnisse bietet. Dabei handelt es sich im Prinzip lediglich um eine vereinfachte Vergleichsrechnung aller Kosten und Gewinne. Nachteilig ist die Ungenauigkeit, da lediglich ein Geschäftsjahr erfasst wird. Das erlaubt nur einen Durchschnittswert anzusetzen, wobei zeitliche Unterschiede für die Einnahmen und Kosten nicht mit einbezogen werden.

Wie stehen die statische Berechnung und die dynamische Investitionsrechnung in Relation?

Bei den dynamischen Berechnungsmethoden ist das Ergebnis wesentlich präziser. Zwar ist das Verfahren deutlich komplexer, es hat jedoch den Vorteil, dass auch der zeitliche Ablauf aller Kostenvorgänge berücksichtigt wird. Das umfasst nicht nur eine Periode, sondern mehrere Geschäftsjahre, ebenso wie die Erfassung aller zeitlichen Unterschiede bei Einnahmen und Ausgaben und die Zinseszinseffekte.

Welche Lösungen bietet die dynamische Investitionsrechnung für die Projektrealisation?

Die dynamische Methode ermöglicht immer die Erfassung des Zeitwerts des Geldes, sodass das Konzept entscheidend präziser und aussagekräftiger ist und auch über Investitionen eine Berechnung ermöglicht, die längerfristig Geld einbringen sollen. Das macht die Realisation grösserer Projekte möglich, die auch auf eine bestimmte Zielgruppe abzwecken. Durch das Konzept lassen sich Investitionsprojekte besser erfassen. Zentral bleibt dabei immer die Auflage der Kapitalwertmethode, durch die die Gesamtsumme aller Einkünfte und Ausgaben der Investition abgezinst wird, wodurch sich ein genauer Nettobarwert ergibt. Die Zielgruppe für diese Berechnungsmethode sind sowohl kleinere als auch grössere Unternehmen.

Für welche Zielgruppe ist die statische Methode geeignet?

Durch das Erfassen von Durchschnittswerten ist die statische Investitionsrechnung eher ungenau und nicht für die langfristige Realisation von Projekten geeignet. Daher empfiehlt es sich, das Verfahren nur bei geschäftskritischen und kleineren Anschaffungen durchzuführen. Die statische Methode kann dabei immer ein erster Anhaltspunkt sein, sollte jedoch durch eine dynamische Investitionsrechnung ergänzt werden. Die Zielgruppe der dynamischen Methode umfasst daher ganz unterschiedliche Geschäftskonzepte.

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