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Zur Bewertung eines Unternehmens beziehungsweise einer Firma wird der Gegenwartswert der künftigen Einzahlungsüberschüsse herangezogen, der aus Produktion und Absatz zu erwarten ist. Diesen Gegenwartswert nennt man Ertragswert. Im Gegensatz zum Substanzwert spielen bei diesem Wert vorhandene Maschinen, Einrichtungen oder Produktionsanlagen keine Rolle. Um diese Kennzahl zu bekommen, werden in Zukunft erwartbare Zahlungen mit einem Zinssatz verrechnet. Die Definition besagt genau genommen, dass der Ertragswert den Barwert beziehungsweise den Kapitalwert von zukünftigen Zahlungsüberschüssen bezeichnet, mit denen der Eigentümer einer Unternehmung aus seinem Investitionsobjekt rechnen kann. Der Ertragswert ist die Summe der abgezinsten, künftig erzielbaren, marktüblichen Erträge, die ein Investitionsobjekt voraussichtlich erbringen wird.
Wird der Ertragswert ermittelt, kann zwischen dem objektiven und dem subjektiven Wert unterschieden werden. Der objektiv ermittelte Wert bezieht sich auf den Unternehmenserfolg in Zukunft, mit dem bei unveränderter Führung der Firma und unter Einbeziehung von Markt- und Umweltentwicklungen zu rechnen ist. Der subjektive Ertragswert bezieht weitere Faktoren mit ein: zum Beispiel geplante Massnahmen, die sich auf den zu erwartenden Gewinn auswirken, Restrukturierungen im Unternehmen, verstärkte Nutzung von synergetischen Effekten. Je nachdem, welche Variante für die Bewertung einer Firma herangezogen wird, ergeben sich unterschiedliche Ertragswerte für ein und dasselbe Unternehmen.
Der Ertragswert beziehungsweise das Ertragswertverfahren, mit dem die Kennzahl ermittelt wird, spielt in folgenden Branchen eine wichtige Rolle:
Besondere Bedeutung hat die Methode des Ertragswertverfahrens in der Immobilienbranche, wo mit seiner Hilfe der Wert von Gewerbe- und Wohnimmobilien eingeschätzt wird. Auch im Bankenwesen spielt die Kennzahl eine wichtige Rolle im Rahmen von Beleihungen, etwa bei der Vergabe einer Hypothek für Unternehmen oder von Ertrag generierenden Immobilien.
Der Ertragswert wird dann berechnet, wenn Auskunft über die künftig zu erwartenden Erträge einer Firma, einer Immobilie oder Unternehmung gebraucht wird. Dabei handelt es sich oft um den Verkauf von Liegenschaften oder einer Unternehmung. Aber auch, wenn die Frage der Unternehmensnachfolge zu regeln ist, kommt die Methode des Ertragswertverfahrens ins Spiel. Die Schätzung mit dieser Methode wird genutzt, um den Beleihungswert von Gewerbeimmobilien oder Mehrfamilienhäusern zu ermitteln.
Auch bei der Steuer spielt der Ertragswert eine Rolle: Im Steuerrecht wird auf seiner Grundlage ein Einheitswert für Grundstücke ermittelt.
Die gängige Methode zur Ermittlung des Ertragswerts einer Firma ist das Ertragswertverfahren. Dieses Verfahren nutzt zur Wertermittlung zwei Faktoren: den zu erwartenden Gewinn einerseits und einen internen Zins andererseits. Dieser Zins nennt sich Kapitalisierungszinssatz. Die Berechnungsmethode geht von einer unbegrenzten Lebensdauer der Unternehmung aus.
Der erste Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Ertragswertberechnung: Es wird eine Ertragsprognose des Unternehmens erstellt. Dazu sammelst du Informationen über
Auch der Überblick über die Branche, die vorhandene Konkurrenz und die Gegebenheiten am Standort fliessen in diese Bewertung mit ein. Unternehmenszahlen aus der Vergangenheit können ein wichtiger Indikator für den Blick auf die zu erwartende Entwicklung sein. Der Ertrag, also der nachhaltig zu erzielende Cash Flow, kann aus diesen Informationen errechnet werden. Zum Schluss folgt die Ermittlung des Kapitalisierungszinsfusses.
Um den Ertragswert einer Firma zu errechnen, wird zunächst der Betriebsertrag ermittelt. Damit können künftige Gewinne abgeschätzt werden. Danach ermittelt der Experte den Kapitalisierungszins, der einen grossen Einfluss auf den Ertragswert hat. Dieser Zinssatz ist aus mehreren Zinssätzen zusammengesetzt: Dem Basiszinssatz, einem Immobilitätszuschlag, einem Abzug für den Inflationsschutz sowie einem Risikozuschlag, der üblicherweise bei drei bis vier Prozent angesetzt wird. All diese Prozentwerte zusammengenommen, ergeben den Kapitalisierungszinsfuss. Je höher dieser Zinsfuss ist, desto niedriger liegt der Wert des Unternehmens.
Der Kaufpreis einer Unternehmung – oder die Spannweite zwischen maximalem und minimalem Kaufpreis für Käufer und Verkäufer – setzt sich aus dem Zinsfuss der Kapitalisierung, dem nachhaltigen Cash Flow und dem vom Verkäufer veranschlagten Zinssatz zusammen. Der Cash Flow wird mit den aus der Investition resultierenden Zinsen gleichgesetzt: So kann der Preis ermittelt werden, der gezahlt werden muss, wenn ein Käufer mindestens den vom Verkäufer vorgegebenen Zinssatz realisieren will.
Für Import und Export und für Gewinn und Schulden spielt die Handelsbilanz eine entscheidende Rolle für Unternehmen. Es gibt sie als interne und externe Bilanz. Die interne Variante wird unabhängig von anderen Buchführungsvorschriften erstellt. Sie hat die Aufgabe einer Vermittlung aller Vermögenswerte am Bilanzstichtag und zeigt die allgemeine Finanzlange des Unternehmens auf. Durch die Handelsbilanz sind Rückschlüsse auf die Liquidität möglich.
Straftaten und Gesetzeswidrigkeiten werden in der Regel nicht über einen unbegrenzt langen Zeitraum sanktioniert. Gerade bei kleineren Straftaten wie beispielsweise Ordnungswidrigkeiten im Strassenverkehr gibt es deshalb Verjährungsfristen. Doch auch bei grösseren Straftaten darf das Gericht oder die entsprechende Behörde ofz nicht zeitlich unbegrenzt sanktionieren. Was es mit den Verjährungsfristen genau auf sich hat, wie lange sie gelten und von welchen Faktoren sie abhängig sind, erfährst du in diesem Artikel.
Jeder, der schon einmal etwas bestellt hat, kennt die orangefarbenen Einzahlungsscheine, die häufig den Rechnungen beiliegen. Versehen sind diese Einzahlungsscheine mit einer individuellen Referenznummer, mit der die Zahlung automatisch den Bestellungen zugeordnet werden kann. Welche Bedeutung orange Einzahlungsscheine in der Schweiz haben, welche Referenznummer-Varianten es gibt und welche Unterschiede zu den roten Einzahlungsscheinen bestehen, erfährst du in unserem Ratgeber. Ausserdem erläutern wir die Zukunft der orangen Einzahlungsscheine und wie sie durch die QR-Einzahlungsscheine ersetzt werden.
Nicht nur in Zeiten der Corona-Pandemie kann die Kurzarbeit eine sinnvolle Massnahme sein, um Entlassungen in Betrieben zu vermeiden. Was in der Schweiz unter dem Begriff Kurzarbeit zu verstehen ist und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, erfährst du in unserem Ratgeber. Ausserdem erhältst du weitere hilfreiche Tipps und Infos, zum Beispiel wie hoch dein Verdienst im Falle einer Kurzarbeit ist und wie du diesen anhand der Lohnabrechnung kalkulierst.
In der Schweiz müssen steuerpflichtige Privatpersonen jedes Jahr ihre Steuererklärung ausfüllen. Termin für die Abgabe der Steuerunterlagen ist der 31. März. Du hast die Möglichkeit, deine Steuererklärung allein oder mit Hilfe einer Steuerberatung vor dem Termin zu erstellen. Formulare mit den entsprechenden Wegleitungen erhältst du bei deiner kantonalen Steuerbehörde. Unser Tipp: Starte das Ausfüllen deiner Steuererklärung gut vorbereitet mit den gesammelten Unterlagen und setze dich auch mit den aktuellen Änderungen zum Steuerrecht auseinander. Was du an Steuern zahlen musst, ist von Kanton zu Kanton verschieden. Wie viel Geld du letztendlich sparen kannst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Und so geht’s:
Wenn du dich mit dem Thema Geldanlage beschäftigst, stösst du früher oder später auf den Fondssparplan. Deine Einzahlung in einen solchen Anlagefonds nimmst du bei deinem Anbieter in der Regel monatlich vor. Welchen Betrag du wählst, bleibt dir überlassen. Diese Anlageform eignet sich auch für den Privatkunden und sie verspricht, mit den Aktien der Unternehmen eine interessante Rendite zu erzielen. Ein solcher Fonds kann ein sehr grosses Vermögen erreichen, viele Anleger zahlen hier gemeinsam ein und entrichten für die Fondsverwaltung Gebühren in gewisser Höhe. Hier liest du, warum diese Anlageform auch für dich interessant sein könnte.