Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Die Finanzbuchhaltung gehört zum Rechnungswesen und beinhaltet alle betriebsbedingten Vorgänge, die in Zahlen erfasst werden können, darunter besonders die Aufwendungen und die Erträge, die dann in eine chronologische Anordnung gebracht werden. Die Finanzbuchhaltung ist entsprechend die Basis für alle Steuererklärungen und Bilanzen. Weitere Bereiche betreffen Kredite, Aktien, Devisenbestände und Geldanlagen. Durch die Finanzbuchhaltung erkennt ein Unternehmen schnell, wann Gewinne und Verluste erzielt wurden und welche Bereiche der Herstellung und des Geschäftsmodells insgesamt mit zu hohen Kosten verbunden sind.
Jedes Unternehmen ist dabei zur Finanzbuchhaltung verpflichtet, wobei grosse Unternehmen eine doppelte Buchführung vorweisen müssen. Diese erfordert zusätzlich die Trennung der Einnahmen und Ausgaben in einem Aktiv- und einem Passivkonto. Dazu wird die Finanzbuchhaltung in die Kreditorenbuchhaltung und in die Debitorenbuchhaltung geteilt. Die Kreditorenbuchhaltung beinhaltet alle Zahlungsverpflichtungen als Eingangsrechnungen, die Debitorenbuchhaltung die Aussenstände und Forderungen als Ausgangsrechnungen.
Debitoren sind immer Forderungen, die ein Unternehmen etwa gegenüber einem Kunden hat. Diese setzen sich beispielsweise aus einer Lieferung und den damit verbundenen Leistungen zusammen. Debitoren sind daher Schuldner, wobei das in der Praxis dann der Kunde ist, der die offene Rechnung begleichen muss. Erfolgt das nicht oder verspätet, wird dadurch immer auch die Liquidität eines Unternehmens beeinträchtigt. So können Engpässe entstehen, die dann durch eine Zwischenfinanzierung überbrückt werden müssen. Die Debitorenbuchhaltung vereinfacht den Überblick solcher durch Kunden verursachte Ausstände und der aufgelaufenen Summe.
Den Debitoren stehen die Kreditoren gegenüber. Sie stellen die Verbindlichkeiten eines Unternehmens gegenüber den Lieferanten dar. Das Kreditorenkonto enthält entsprechend die unternehmenseigenen Schulden und auch die noch offenen Dienstleistungen. Das kann etwa beim Einkauf durch Rechnung geschehen, wobei dann Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten auftreten, der die Leistungen bereits erbracht hat.
Der Zweck einer Finanzbuchhaltung liegt darin, die Vermögenssituation eines Unternehmens zu ermitteln. Gleichfalls können Schwankungen, Aussenstände, Forderungen, Verbindlichkeiten und finanzielle Veränderungen innerhalb einer Rechnungsperiode erfasst werden. Ein massgeschneidertes Treuhandsystem vereinfacht die Buchhaltung, die Lohnabrechnung, die Logistik und die Verfügung über den Zahlungsverkehr.
Die Aufgaben der Buchhaltung umfassen immer die vollständige Dokumentation aller Geschäftsvorfälle in einem Periodenjahr. Dabei werden alle Vermögens- und Schuldenbestände aufgelistet und sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten registriert. Dies geschieht durch eine Gegenüberstellung der Konten in Form einer Bilanz. Diese ist wichtig für alle Anteilseigner, Gläubiger und Aussenstehende. Die Übernahme der Zahlen erfolgt ins Hauptbuch und erlaubt die Bestandsveränderungsermittlung sowie die Ermittlung des Erfolgs. Alle Ausgaben werden den Einnahmen gegenübergestellt und verweisen auf eine positive oder negative Erfolgsentwicklung. Die Gewinn- und Verlustrechnung steht in engem Zusammenhang mit der Ermittlung aller Bestände.
Unternehmen stehen zwei Buchhaltungssysteme zur Verfügung, die Finanzbuchhaltung und die Betriebsbuchhaltung. Die Finanzbuchhaltung stellt dabei das finanzielle Rechnungswesen dar und enthält Zahlen und Ansprüche, die sich auf den Aussenverkehr des Betriebs richten, also Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Als externes Konzept unterliegt die Finanzbuchhaltung daher auch gesetzlichen Vorschriften und sollte alle Geschäftsvorfälle lückenlos erfassen. Die Betriebsbuchhaltung wiederum ist das interne Rechnungswesen und unterliegt keinen Vorgaben. Es kann entsprechend frei gestaltet werden. Darin enthalten ist beispielsweise die Kosten- und Leistungsrechnung.
Die Lohnbuchhaltung umfasst die gesamte Abwicklung aller Gehalts- und Lohnabrechnungen eines Unternehmens. Dazu gehören auch:
Zur Lohnbuchhaltung ist in der Schweiz jeder Arbeitgeber, jeder Arbeitnehmer und jeder Unternehmer mit Aktienrecht gesetzlich verpflichtet. Die Lohnbuchhaltung fungiert als Stellvertretung der Sozialversicherungsträger und stellt ihnen die Lohnabzüge zur Verfügung. Die Lohnbuchhaltung liefert die Buchungsbelege für das externe Rechnungswesen und damit auch für die Finanzbuchhaltung.
Folgende Daten sollten in der Lohnabrechnung enthalten sein:
Eine Rechnungsperiode stellt den Zeitraum zwischen zwei Geschäftsabschlüssen dar, wobei sich die Länge unterscheiden kann. Zum einen gibt es den Jahresabschluss am Ende des Geschäftsjahrs und zum anderen Monats- und Quartalabschlüsse über einen bis drei Monate. In der Finanzbuchhaltung muss jeder Geschäftsvorfall einer Rechnungsperiode zugewiesen werden, gleich ob es sich dabei um Einnahmen oder Ausgaben handelt.
Zu Beginn des Jahres steht bei vielen Menschen eine wichtige Aufgabe an: die Abgabe der Steuererklärung. Als Arbeitnehmer werden dir jeden Monat automatisch Steuern von deinem Arbeitslohn abgezogen und als Arbeitgeber hast du wahrscheinlich schon eine Vorsteuer für Leistungen in der Schweiz bezahlt. Am Ende des Jahres kannst du viele zusätzliche Ausgaben des abgelaufenen Jahres von deiner Steuer absetzen. So holst du dir einen Teil deiner bereits bezahlten Steuern wieder zurück! Wir helfen dir, bei der Abgabe deiner Steuererklärung keine Fehler zu machen, geben dir Tipps, was du absetzen kannst, und informieren dich über wichtige gesetzliche Fristen.
In der Schweiz beruht die klassische Altersvorsorge auf einem Drei-Säulen-Prinzip. Die erste Säule bildet die staatliche Vorsorge, die zweite ist die berufliche Vorsorge und die dritte die private. Sowohl die staatliche als auch die berufliche Vorsorge sind in der Schweiz obligatorisch. Dieses Modell ist zwar sehr einfach, wirft aber aufgrund unterschiedlicher Entwicklungen Reformbedarf auf, der sich auch immer wieder in Diskussionen im Bundesrat widerspiegelt: Wie werden Beitragslücken vermieden, was sind Ergänzungsleistungen, wie kann Pensionskassengeld vorzeitig bezogen werden und generell: wie geht es mit der Vorsorge Schweiz weiter? Die einzelnen Antworten auf diese und ähnliche Fragen gibt dir dieser Artikel.
Die wichtigsten Säulen des betrieblichen Rechnungswesens sind die Betriebsbuchhaltung und die Finanzbuchhaltung. Sie umfassen die internen und externen Bereiche, also die innerbetrieblichen und betriebsübergreifenden Vorgänge als statischen Vergleich und als Übersichtskonzept für die bessere Zukunftsplanung und Orientierung am Kunden. Über die Buchhaltung lässt sich gut erkennen, wann Gewinne erzielt wurden und wann Verluste entstanden sind.
Viele Unternehmer brauchen grössere Investitionen, um überhaupt arbeiten zu können. Als Handwerker kann das der Lieferwagen, als Webdesigner der Hochleistungscomputer oder als Hersteller eine ganze Fabrikhalle sein. Wer in seinem Geschäft grössere Anschaffungen wie Immobilien, Maschinen oder Fahrzeuge macht, muss abschreiben. Damit stellst du die korrekte buchhalterische Handhabung deines sogenannten Anlagevermögens dar. Denn dieses verliert in der Regel über seine Nutzungsdauer hinweg an Wert. Die wichtigsten Fakten zur Berechnung und Buchhaltung dieser Wertminderung gibt es hier.
Wenn ein Mitarbeiter erkrankt und für längere Zeit ausfällt, steht der Arbeitgeber in der Schweiz in der gesetzlichen Verpflichtung, den Lohn für eine bestimmte Zeit weiter zu zahlen. Da ein längerer krankheitsbedingter Ausfall für ein Unternehmen eine grosse finanzielle Belastung darstellen kann, lohnt sich eine Taggeldversicherung. Welche Leistungen sie bietet, wer sie abschliessen kann und wie hoch das Krankentaggeld ist, verraten wir dir in unserem Ratgeber. Du erfährst zudem Wissenswertes zu Wartezeiten, Prämien und gesetzlichen Grundlagen.
Wenn du ein Unternehmen gründen willst, musst du dich für eine Rechtsform entscheiden. Im Schweizer Recht werden bei Gesellschaftsformen zwischen Personen- und Kapitalgesellschaften unterschieden. Bei Kapitalgesellschaften steht das Kapital im Vordergrund. Dies bedeutet, dass das Gesellschaftskapital im Konkursfall haftet. Bei Personengesellschaften hingegen steht die Person im Fokus und diese Gesellschaftsform ist mit dem Inhaber des Unternehmens eng verknüpft. Dabei haftet die Personengesellschaft primär mit dem Geschäfts- und sekundär mit dem privaten Vermögen der Gesellschafter. Wir erklären dir hier die wichtigsten Merkmale der unterschiedlichen Personengesellschaften. Dies verschafft dir einen guten Überblick, falls du planst, eine Personengesellschaft zu gründen.