Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Die Erbschaftssteuer in der Schweiz zahlt in der Regel der Erbe. Bei einer Erbengemeinschaft kommen zwei verschiedene Arten von Erbschaftssteuer in Betracht, wobei jeweils die Kantone für die Einziehung zuständig sind: Zum einen die Erbanfallsteuer, die bei unterschiedlichen Verwandtschaftsgraden der Erbenden einer Erbengemeinschaft auch in unterschiedlicher Höhe erhoben wird. Hier verhält es sich in der Regel so, dass du mehr zahlst, wenn du entfernter oder gar nicht verwandt bist. Zum anderen gibt es die Nachlasssteuer, die den gesamten Nachlass als einen Erbfall besteuert. Das Steuerrecht der meisten Kantone macht hiervon Gebrauch, da dies eine einfachere Durchführung erlaubt. Gezahlt wird die Erbschaftssteuer in der Schweiz am Ende stets vom Erben. In vielen Fällen entfällt die Steuerpflicht aber auch.
Die Antwort auf diese Frage hängt nahezu ausschliesslich von drei Aspekten ab: dem Freibetrag, dem Kanton, dessen Erbrecht gilt, sowie der Summe. Grundsätzlich kann die Erbschaftssteuer ein Minimum und ein Maximum erreichen:
Du siehst: Die Erbschaftssteuer belastet die Schweizer sehr unterschiedlich. Während die erwähnten Ehegatten und eingetragenen Lebenspartner immer steuerfrei erben, gilt dies auch meistens für direkte Nachkommen. Darüber hinaus variieren die Steuersätze stark.
Ähnlich uneinheitlich wie der Erbschaftssteuersatz sind die hiermit zusammenhängenden Freibeträge. Sie staffeln sich in Freibeträge für:
Ein Freibetrag für Ehegatten entfällt. Wenn du an deine Kinder vererbst, gibt es lediglich in Appenzell-Innerrhoden und in Neuenburg einen Freibetrag. In nahezu allen Kantonen wird dieses Erbe gar nicht erst versteuert. Freibeträge sind unterdes in den Kantonen sehr unterschiedlich und in einigen Kantonen gibt es sie überhaupt nicht.
Die geringste Erbschaftssteuer der Schweiz zahlst du in den Kantonen Obwalden und Schwyz – denn hier wird sie gar nicht erst erhoben. Dies gilt sogar für Dritte, die erben. Besonders niedrig ist die Erbschaftssteuer auch in:
Die Erbschaftssteuer wird direkt von den Kantonen beziehungsweise den Gemeinden, in denen der Nachlass entsteht, erhoben. Vererbst beispielsweise ein Vater infolge seines Todes per Testament an seine Ehefrau (die Mutter) und an seinen Sohn in gleichen Teilen, wird in aller Regel das gesamte Erbe als ein Nachlass behandelt und versteuert. Die Aufteilung wird dann zumeist der Erbengemeinschaft überlassen. Bei schwierigen Familienverhältnissen kannst du einen Nachlassverwalter oder Anwalt hinzuziehen. Liegt kein Testament vor, wird grundsätzlich an die nächststehenden Personen in der Erbfolge vererbt.
Zwei Fälle können dich betreffen, wenn du deinen Wohnsitz im Ausland hast, aber ein Schweizer bist: Zum einen kannst du aus der Schweiz erben. Und zum anderen kannst du im Todesfall vererben – beispielsweise dein Vermögen oder deine Immobilie im Ausland. Im ersten Fall gilt einfach das Erbrecht des Kantons, in welchem der Erblasser zuletzt lebte. Entsprechend erhältst du dein Erbe mit entsprechenden steuerlichen Abschlägen auch ins Ausland. Anders ist dies, wenn du deinen Wohnsitz ins Ausland verlegt hast und selbst zum Erblasser wirst. Denn hier hängt es von deinen Vorkehrungen ab, welches Erbrecht greift. Als Schweizer kannst du zeitlebens die Behörden in der Heimat damit beauftragen, im Todesfall deinen Nachlass zu verwalten (und zu besteuern). Andernfalls greift in der Regel das Erbrecht des Landes, in dem du gelebt hast. Doppelt wird ein Erbe allerdings aufgrund von entsprechenden Abkommen nicht versteuert.
Ein Haus als nicht bewegliches Gut wird der Erbmasse mit dem aktuellen Verkehrswert zugerechnet. Die Kosten, diesen zu ermitteln, trägt im Zweifelsfall das Kanton, da dieses ja Interesse an einer ordentlichen Besteuerung hat. Oftmals wird aber einfach der letzte Schätzwert herangezogen. Der geschätzte Wert des Hauses wird der gesamten vererbten Summe zugeschlagen. So spielt also der Immobilienwert beim Vererben eine Rolle, da er die Ausschöpfung von eventuellen Freibeträgen bedeuten kann. Ehepartner und Kinder müssen aber nie Kosten fürchten, nur weil sie ein Haus erben.
Eine Liegenschaft bezeichnet ein bebautes oder unbebautes Grundstück mit einem oder mehreren Gebäuden. So lautet die offizielle juristische Definition. Doch eine Liegenschaft ist noch weitaus mehr. Sie ist das gemütliche Zuhause für Singles, Paare und Familien, für junge Leute und für Senioren. Die Immobilien in der Liegenschaft bewohnst du entweder selbst oder vermietest sie als Kapitalanlage und baust dir damit privates Vermögen auf. Damit sich Eigentümer und Mieter in der Liegenschaft wohlfühlen, ist eine Verwaltung zu empfehlen. Sie kümmert sich um alle Fragen, die im laufenden Betrieb anfallen.
Steuern sind in jedem Staat eine Notwendigkeit. Dabei gilt, dass Personen, die mehr verdienen, automatisch auch höhere Steuern zahlen als Personen, die wenig Einkommen erzielen. Damit Gerechtigkeit im Steuersystem überhaupt möglich ist, gibt es die Steuerprogression, die diesen Anteil präzise berechnet. Zur Finanzierung der staatlichen Ausgaben soll dementsprechend jeder so viel beitragen, wie es ihm möglich ist. Die Besteuerung verläuft daher in mehreren Progressionsstufen.
Viele Menschen möchten sich schon heute in bestimmten Bereichen ihres Lebens, für berufliche Eventualitäten und für den Fall ihres Todes absichern. Das ist in den meisten europäischen Ländern möglich, weil ein umfangreiches Angebot an sozialen Sicherheitsleistungen zur Verfügung steht, wobei jeder Staat für seine Bürger einen Versicherungsschutz in einem bestimmten Umfang gewährt. Eine der wichtigsten Schweizer Sozialversicherungen ist die Ausgleichskasse, die gleichzeitig auch Teil der Invaliden- und Alters- und Hinterlassenenversicherung ist.
Wer sein Geld auf dem Konto liegen hat, der spart zwar, verdient aber nichts dazu. Möchtest du es allerdings rentabel anlegen und für dich arbeiten lassen, dann stellen Wertpapiere eine der gängigsten Möglichkeiten dar. Der Markt aber ist gross und gerade für Laien zunächst unübersichtlich. Wir erklären dir daher, was es mit klassischen Wertpapieren wie Aktien und Anleihen auf sich hat.
Unternehmen unterliegen einer Revisionspflicht. Diese ist aber nicht einheitlich geregelt: Während bei den einen eine eingeschränkte Revision ausreicht, bedarf es bei anderen einer ordentlichen Revision. Hier erhältst du Antworten auf die Fragen, welche Gesellschaften eine ordentliche Revision durchführen lassen müssen, welche Bedingungen die Revisionsstelle erfüllen muss und welche Punkte bei der ordentlichen Revision einer Prüfung unterzogen werden. Besonders wichtig: Während für die Beratung der Geschäftsleitung oder für eine Unternehmensbewertung ein Treuhänder die richtige Ansprechperson ist, wird bei einer ordentlichen Revision ein zugelassener Revisionsexperte benötigt.
Der Nennwert einer Aktie ist eine Kennziffer für Wertpapiere, die vielen Anlegern nicht vollständig geläufig ist. Allzu oft wird sie mit dem Kurswert verwechselt. Dabei ist der Nennwert der Aktie etwas ganz anderes und am ehesten mit einem ursprünglichen Substanzwert zu vergleichen. Eine Beschäftigung mit dem Nennwert der Aktie kann dabei helfen, einen aktuellen Aktienkurs bezüglich möglicher Unter- und Überbewertungen einzuschätzen. Allerdings spielt der Nennwert pro Aktie, der im Übrigen nicht immer ausgewiesen ist, für den täglichen Handel an den Börsen eine kleine, meistens sogar gar keine Rolle.