Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Treuhänder in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Lohnbuchhaltung – alle Informationen zu einem wichtigen Thema

Lohnbuchhaltung – alle Informationen zu einem wichtigen Thema

Für ihren Einsatz im Unternehmen bekommen Mitarbeiter am Ende des Monats in der Regel ihren wohlverdienten Lohn. Die Abwicklung der Lohn- und Gehaltszahlungen ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Sie ist eine der Aufgaben der Lohnbuchhaltung, einem Teilbereich der Finanzbuchhaltung. Was hier geleistet wird und welche rechtlichen Grundlagen zu beachten sind, erklären wir dir im folgenden Artikel.

Was ist die Lohnadministration?

Die Lohnadministration oder Lohnbuchhaltung ist Teil der Finanzbuchhaltung. Sie befasst sich mit der Berechnung und Auszahlung der Löhne und Gehälter, der Erstellung der notwendigen Belege, der Pflege der Personalstammdaten, der Führung der Lohnkonten und den Meldungen der Beiträge an das Finanzamt und die Sozialversicherungsträger. Laut Gesetz sind Arbeitgeber zur Lohnbuchhaltung und der monatlichen Abrechnung des Entgelts verpflichtet. Die gesetzlichen Grundlagen stehen im AHVG und in der Verordnung für die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV). Die Lohnbuchhaltung an externe Dienstleister auszulagern, bietet viele Vorteile – ein Trend, der sich immer mehr verstärkt.

Welche Aufgaben erfüllt die Lohnbuchhaltung im Bereich Finanzen?

Neben der Erstellung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen pflegen die Mitarbeiter der Lohnbuchhaltung auch die Stammdaten des Personals, führen die Lohnkonten und melden die abzuführende Lohnsteuer und die Sozialversicherungsbeiträge an die Krankenkassen. Die Lohnbuchhaltung erfüllt viele Aufgaben:

  • Führung der Jahreslohnkonten
  • Erstellung von DTA-Dateien mit Buchungsbelegen für die Finanzbuchhaltung
  • Pflege der Personalstammdaten
  • Abrechnung der Arbeitnehmerbezüge
  • Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Meldeerfordernisse
  • In kleineren Unternehmen auch die Erstellung von Arbeitsverträgen

Was muss eine Gehaltsabrechnung neben den Personalstammdaten der Arbeitnehmer noch enthalten?

Die Gewerbeordnung (GewO) verpflichtet jeden Arbeitgeber dazu, seinen Mitarbeitern zusammen mit der Auszahlung des Entgelts eine nachvollziehbare Lohn- oder Gehaltsabrechnung zu übergeben. Meist erfolgt dies Ende des Monats. Gibt es keine Änderungen im Vergleich zur letzten Abrechnung, entfällt die Pflicht. Normalerweise bekommen Arbeitnehmer trotzdem monatlich ihre schriftliche Abrechnung. Sie dient oft als Einkommensnachweis, zum Beispiel bei der Beantragung eines Kredits. Was in einer Gehaltsabrechnung enthalten sein muss, regelt die Entgeltbescheinigungsverordnung (EBV).

Folgende Informationen gehören in eine Gehaltsabrechnung:

  • Name und Anschrift des Arbeitnehmers
  • Geburtsdatum
  • Steueridentifikationsnummer
  • Steuerklasse
  • Sozialversicherungsnummer
  • Beginn der Beschäftigung
  • Abrechnungszeitraum, Steuertage, Sozialversicherungstage
  • Lohnsteuerklasse

Welche rechtlichen Vorgaben muss die Lohnadministration beim Führen eines Lohnkontos beachten?

Die Lohnbuchhaltung wickelt die Lohn- und Gehaltsabrechnungen ab und führt Lohnkonten für jeden Angestellten. Dabei sind zahlreiche rechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sind in der Gewerbeordnung, der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung (LStDV) und der Entgeltbescheinigungsverordnung geregelt. Geht es um die Ermittlung und Zahlung der Sozialbeiträge, sind die AHVG und die AHVV zuständig. Sie überprüfen Arbeitgeber bezüglich der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Bei einer falschen Meldung korrigiert sie die Lohnausweise und die zugehörigen Verbindlichkeiten des Arbeitgebers.

Änderungen sind in der Lohnbuchhaltung und im Bereich Finanzen die Norm. Lohnbuchhalter müssen nicht nur über umfangreiche Kenntnisse in Lohnsteuerrecht, Sozialversicherungsrecht und Arbeitsrecht sowie Finanzen verfügen, sondern sich auch ständig über Neuerungen informieren und weiterbilden.

Was ist der Unterschied zwischen Lohn und Gehalt?

Nach getaner Arbeit möchte jeder gern am Monatsende Geld auf seinem Konto sehen. Ob es sich dabei um Lohn oder Gehalt handelt, ist vielen gar nicht klar. Beide werden als Entgelt für erbrachte Leistung gezahlt. In der Regel spricht man bei Beamten und Angestellten von „Gehalt“. Sie bekommen ein fest vereinbartes, monatliches Entgelt. Überstunden werden oft durch Freizeit ausgeglichen. Ob der Mitarbeiter im Urlaub oder krank war – das monatliche Gehalt bleibt gleich.

Von „Lohn“ spricht man auch heute noch manchmal in der Produktion. Er richtet sich nach den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden und kann daher von Monat zu Monat variieren. Dennoch haben Lohnempfänger die gleichen Rechte und Pflichten wie Gehaltsempfänger.

Welche Meldepflichten gibt es in der Lohnbuchhaltung und welche Sozialversicherungsbeiträge müssen abgeführt werden?

Die Lohnbuchhaltung übernimmt die Meldungen an die Sozialkassen. Ende des Jahres sind die Löhne den entsprechenden AHV-Ausgleichsklassen – der SUVA oder der NBU-Versicherung, der Pensionskasse etc. – auf gesonderten Formularen zu melden. In der Schweiz gibt es die folgenden Zahlungsempfänger von Sozialbeiträgen:

  • AHV: Alters- und Hinterlassenenversicherung
  • ALV: Arbeitslosenversicherung
  • BU: Berufsunfallversicherung
  • BVG: Pensionskasse und berufliche Vorsorge
  • EO: Erwerbsersatzordnung für Wehr- und Zivilschutzpflichtige
  • IV: Eidgenössische Invalidenversicherung
  • NBU: Nichtberufsunfallversicherung
  • UV: Obligatorische Unfallversicherung

Bei jeder Lohnart – ob Fixlohn oder variabler Lohn – entscheidet die Lohnbuchhaltung, ob sie abzugspflichtig ist oder nicht. Monats- und Stundenlohn, Feriengeld, Provision, EO-Entschädigung und der 13. Monatslohn unterliegen den oben genannten Sozialbeiträgen und der Quellensteuer. Krankentagegeld, Unfallgeld, Mutterschaftsentschädigung und andere unterliegen lediglich der Quellensteuerpflicht.

Welche Vorteile bietet ein Personalinformationssystem?

Personalinformationssysteme sind computergestützte Informationssysteme, kurz PIS oder CPIS genannt. Sie bieten zahlreiche Vorteile und sind mit unterschiedlichen Lizenzen verfügbar. Auch der Begriff „Human Ressource Information System“ (HRIS) wird verwendet. Diese Systeme dienen der Erfassung, Verarbeitung, Speicherung, Pflege und Analyse von Informationen aus den Personalstammdaten der Arbeitnehmer, die die Personalverwaltung betreffen. Über das System haben verschiedene Abteilungen des Unternehmens Zugriff auf den Datenpool. So können umfangreiche Reports erstellt werden.

Der Treuhandvergleich für die Schweiz. Finde die besten Treuhänder in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Mit der Säule 3a mehr Geld im Ruhestand erhalten

Wenn du jung bist, ist es bis zur Pensionierung noch lange hin. Dir sind sicherlich Beiträge zur ersten Säule – der staatlichen Altersvorsorge – bekannt. Die zweite Säule ist jene, die grösstenteils auf berufsgebundene, zusätzliche Versorgungsleistungen und Versicherungen beruht. Und als dritte Säule kommen schliesslich die Säulen 3a und 3b hinzu. Bei der dritten Säule handelt es sich um eine Versicherung, die du selbständig abschliesst. Du musst dich also um die Auswahl der Vertragspartner für die Säule 3a und um deine Einzahlungen selber kümmern. Dies kann dir einen deutlich höheren Lebensstandard im Alter sichern. Doch wie funktioniert das?

Erbschaftssteuer Schweiz – was es zu wissen gibt

Die Erbschaftssteuer in der Schweiz ist ein gutes Beispiel für die rechtliche Freiheit, die die Eidgenossenschaft den einzelnen Kantonen gewährt. So ist die Erbschaftssteuer in der Schweiz keineswegs einheitlich geregelt, sondern unterliegt der kantonalen Selbstbestimmung. Und hier sind es sogar oft die Gemeinden, die unterschiedliche Verfahren anwenden. Die Schenkungssteuer unterliegt dafür meist denselben Regeln. Was du beachten musst, wenn du selber erbst oder zu vererben planst, hängt entsprechend von deinem Wohnort ab. Eng verbunden ist mit der Erbschaftssteuer die Frage, wer eigentlich erbberechtigte Nachkommen sind. Damit alles richtig vonstatten geht, beantworten wir hier einige wichtige Fragen für dich!

Die elektronische Rechnung – ein Trend, der sich immer stärker verbreitet

Elektronische Rechnungen, auch e-Rechnungen genannt, sind mittlerweile bei allen öffentlichen Aufträgen Pflicht und werden für den Empfang und die Weiterleitung erstellt. Sie sind die moderne Form der papierbasierten Rechnung und gleichzeitig die optimale Lösung, um Geschäfte und Abrechnungen schneller und unkomplizierter zu machen. In der Wirtschaft hat die Einführung der elektronischen Version für viele Anbieter und Geschäftspartner grösstenteils Vorteile gebracht.

Schenkungssteuer – wie funktioniert sie?

Nicht jeder mag sie: die Schenkungssteuer. Bei ihr handelt es sich um eine Abgabe bei Zuwendungen unter Lebenden. Einfacher ausgedrückt: Wenn du jemandem einen Vermögenswert schenkst und noch lebst, dann gilt die Handlung juristisch als Schenkung. Die Schenkung solltest du daher nicht mit der Erbschaft verwechseln. Was es alles zu beachten gibt, erfährst du in diesem Ratgeber.

Steuererklärung ausfüllen: welche Unterlagen nötig sind, wie sie hilft, Geld zu sparen

In der Schweiz müssen steuerpflichtige Privatpersonen jedes Jahr ihre Steuererklärung ausfüllen. Termin für die Abgabe der Steuerunterlagen ist der 31. März. Du hast die Möglichkeit, deine Steuererklärung allein oder mit Hilfe einer Steuerberatung vor dem Termin zu erstellen. Formulare mit den entsprechenden Wegleitungen erhältst du bei deiner kantonalen Steuerbehörde. Unser Tipp: Starte das Ausfüllen deiner Steuererklärung gut vorbereitet mit den gesammelten Unterlagen und setze dich auch mit den aktuellen Änderungen zum Steuerrecht auseinander. Was du an Steuern zahlen musst, ist von Kanton zu Kanton verschieden. Wie viel Geld du letztendlich sparen kannst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Und so geht’s:

Den KMU Kontenrahmen verstehen? Wichtige Fakten zu Abrechnung und Kontoführung

Wer sich noch nie mit Buchhaltung, Konten, Kontenplan und Co. beschäftigt hat, steht beim Blick auf den KMU Kontenrahmen wahrscheinlich vor einer grösseren Herausforderung. Die Bezeichnung der Konten ist nicht immer eingängig, und welcher Geschäftsvorfall auf welches Konto gebucht wird, erschliesst sich dem Laien überhaupt nicht. Der Kontenrahmen ist allerdings wichtig, denn jeder Vorgang innerhalb eines Unternehmens, der sich irgendwie auf die Finanzen auswirkt, wird hier erfasst. Mindestens ein oberflächliches Verständnis sollte man als Selbständiger also haben. Der KMU Kontenrahmen ist speziell auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnitten. Ein Steuerberater weiss, wie damit zu arbeiten ist.