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Vor allem bei jungen Gründern führt der Begriff "Rechnungswesen" leicht zu einem unbehaglichen Gefühl. Vielleicht denkst du an dein Studium oder sogar an die Schulzeit zurück und erinnerst dich an ein umfangreiches Thema, das dir schwer verständlich erschien. Erfahrene Unternehmer empfehlen hingegen regelmässig, der Kostenrechnung den Stellenwert einzuräumen, der ihr gebührt. Selbst wenn du dich nicht für die Finessen der Mathematik erwärmen kannst, lohnt es sich, die Grundlagen des Rechnungswesens zu kennen. Mit deren Hilfe baust du eine Kostenrechnung auf, die genau zum Bedarf deiner Firma passt. Die wichtigste Aufgabe des Rechnungswesens ist übrigens mit wenigen Worten erklärt: Sie soll dir auf einen Blick Erkenntnisse darüber liefern, ob deine Kosten in einem akzeptablen Bereich sind. Sind sie gestiegen, solltest du die Ursachen herausfinden und beheben. Sind sie gefallen, ist das ein gutes Zeichen. Allerdings sollten sinkende Kosten nicht zu einer schlechteren Qualität deiner Produkte oder Dienstleistungen führen.
Unter der Rechnungslegung versteht man die Erstellung von Rechnungen für Leistungen, die dein Unternehmen erbracht hat. Wenn dein Unternehmen zum Beispiel Produkte verkauft, musst du für jeden Verkauf eine Rechnung erstellen, die dein Kunden dann bezahlt. Die Rechnung muss zeitnah nach der Leistung erstellt werden. Je schneller dein Kunde zahlt, desto früher erhält dein Unternehmen den Gegenwert für die erbrachte Aufgabe in Form von Geld. Ohne diese Gegenleistung erfüllt der Käufer seine wichtigste Pflicht aus dem Kaufvertrag nicht. Ausserdem wäre deine Firma schon bald in ernster finanzieller Gefahr, wenn du kein Geld für deine Leistung bekommst. Die Rechnung bildet die Basis für die Bezahlung. Die Rechnungslegung schreibt deshalb vor, welche Daten in der Rechnung aufgeführt sein müssen.
In der Kostenrechnung sollten primäre und sekundäre Kosten aufgeführt sein. Primäre Kosten sind Kosten, die sich einer verursachenden Stelle innerhalb der Firma direkt zuordnen lassen. Sekundäre Kosten lassen sich nicht unmittelbar zuschreiben. Damit alle Kosten in deiner Kalkulation berücksichtigt sind, führst du im ersten Schritt am besten alle Ausgaben, die während eines Monats angefallen sind, in einer Übersicht auf.
Eine Kostenrechnung sollte einerseits vollständig, andererseits nicht unnötig kompliziert und aufwändig sein. Bei einer kleinen Firma genügt es häufig schon, alle Kosten eines Monats schriftlich zu erfassen und zu einzelnen Kategorien zusammenzufassen. Dazu gehören zum Beispiel
Diese Kategorien bezeichnet man als Kostenarten. Im nächsten Schritt ordnest du die Kostenarten dem Verursacher zu. Verursacher nennt man im Rechnungswesen Kostenstellen. Mit der Kostenartenrechnung und der Kostenstellenrechnung hast du zwei wichtige Bausteine des Rechnungswesens gemeistert. Du schaffst damit die Basis für eine Kostenvergleichsrechnung, für die Kalkulation deiner Verkaufspreise und für die Identifikation von Einsparmöglichkeiten.
Vertriebskosten sind Auslagen, die für deinen gesamten Vertrieb anfallen. Dabei handelt es sich etwa um Benzinkosten oder Hotelkosten für deine Mitarbeiter im Aussendienst. Verschickst du deine Artikel per Post, fallen ebenfalls Vertriebskosten an. Häufig lassen sich diese Kosten direkt dem Verursacher zuordnen. In diesem Fall gehören die Vertriebskosten zu den primären Kosten.
Sekundäre Kosten lassen sich aus der Rechnungslegung nicht direkt einem Verursacher zuschreiben. Solche Kosten fallen zum Beispiel in einer Wirtschaftsprüfung oder in einer Unternehmensberatung für alle Kunden an. Auch im Projektcontrolling findest du sekundäre Kosten, die nicht einer einzelnen Projektphase oder einem Teilprojekt zuzuschlagen sind. Das Abzugskapital kann ebenfalls zu den sekundären Kosten gehören. Darunter versteht man Fremdkapital, das ohne Zahlung von Zinsen überlassen wurde. Um sekundäre Kosten in der Kalkulation zu berücksichtigen, nutzt du in der Regel einen prozentualen Aufschlag auf die primären Kosten. So erhältst du ein vollständiges Bild über alle anfallenden Kosten.
Die Leistungsverrechnung ist nötig, wenn einzelne Abteilungen oder Geschäftsfelder eines Unternehmens Leistungen für andere Bereiche erbringen. Durch die interne Kostenverrechnung werden diese Ausgaben der verursachenden Abteilung zugeschlagen. Zwar bleiben die Gesamtkosten für den Betrieb unverändert, doch die ausführende Abteilung wird so von Kosten entlastet, die sie nicht verursacht hat. Bei kleinen Firmen ist eine Leistungsverrechnung häufig nicht nötig.
Die Steueridentifikationsnummer: Auf den ersten Blick eine von vielen Nummern, die wir im Laufe unseres Lebens erhalten, etwa aus sozialversicherungstechnischen Gründen oder zur eindeutigen Bestimmung unserer Person. Wenn wir sie gerade benötigen, haben wir sie oft jedoch nicht zur Hand oder fragen uns, auf welchem Dokument die Nummer vermerkt sein könnte. Wenn auch du dich fragst, was es mit deiner Steuer-ID auf sich hat und wozu du sie brauchst, kommen hier die wichtigsten Antworten zum Thema Steueridentifikationsnummer in der Schweiz.
Die Sozialversicherungen Schweiz ruhen auf drei Säulen. Die erste Stütze soll Armut in der breiten Bevölkerung verhindern und deren Existenz sichern. Der zweite Pfeiler gewährleistet den Berufstätigen einen finanziellen Schutz vor bestimmten Gefahren, damit sie ihren Lebensstandard dauerhaft bewahren können. Die dritte Säule ergänzt beide Formen durch individuelle eigene Vorsorge. Aber was gehört zum Fundament der Sozialversicherungen Schweiz? Wie funktioniert das System? Welche Versicherungen sind obligatorisch und welche benötigst du, um dich optimal abzusichern? Bei uns erhältst du die notwendigen Informationen. Zudem findest du auf unserem Vergleichsportal die besten Angebote von Versicherungen, zum Beispiel für die Altersvorsorge.
Es ist bereits einige Zeit vergangen, die Zahlungsfrist für deine erbrachte Dienstleistung ist längst verstrichen – aber dein Kunde bezahlt seine Rechnungen trotzdem nicht? Wer als Gläubiger offene Forderungen eintreiben möchte, weil der Kunde sich im Zahlungsverzug befindet, muss vor dem Mahnen durch das Forderungsmanagement einige Voraussetzungen erfüllen. Das ist nicht immer ganz einfach, denn viele Betroffene sind sich unsicher, wie sie am besten dabei vorgehen und wann sie das Inkassowesen einbeziehen. Schliesslich möchtest du nicht nur dein Geld sehen, sondern am besten auch keine Kunden vergraulen. Wie du offene Forderungen richtig eintreibst – eine Anleitung in sieben Schritten.
Wohl jeder Unternehmer möchte seine eigene Firma in die besten Hände geben, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, um sich zur Ruhe zu setzen. Doch eine Unternehmensnachfolge will genau geplant und vorbereitet werden. Fähige Mitarbeiter müssen in Führungsaufgaben eingearbeitet oder ein externer Kandidat gesucht werden. Wer die Übergabe seiner Firma frühzeitig vorbereitet, erleichtert sich selbst die Arbeit und schafft die Voraussetzung für einen geordneten und ruhigen Übergang, der auch im Interesse der Belegschaft ist. Das setzt voraus, sich eingehend mit den möglichen Optionen zu beschäftigen, diese zu bewerten und sich dann für die beste Lösung zu entscheiden.
Die meisten Berufe werden in der Schweiz von einem Berufsverband getragen, einige wenige auch von zweien. Aber welche Berufsverbände gibt es und wofür ist die Vereinigung überhaupt gut? Anders als beim Gewerbeverein sind im Berufsverband nur Angehörige eines bestimmten Berufs vertreten. Es ist zwar vorteilhaft, eine Mitgliedschaft zu unterhalten, allerdings solltest du dazu auch die Statuten deines Vereins kennen. Wir haben uns zum Thema Berufsverbände informiert und geben die wichtigsten Fakten an dich weiter!
Die Spartenorganisation ist eine relativ häufige Organisationsform von Unternehmen. Dabei ist der Betrieb in verschiedene einzelne Sparten aufgeteilt. Diese betreffen entweder bestimmte Produktgruppen oder Geschäftsbereiche. Die Sparten bestehen aus nur wenigen Mitarbeitern, sodass die Kommunikation sehr einfach funktioniert. In jeder Sparte arbeiten Mitarbeiter mit einem spezifischen Fachwissen. Das erhöht die Effizienz der Struktur. Aus kostenrechnerischer Sicht hat die Spartenorganisation den Vorteil der leichten Kontrollierbarkeit. Wenn eine Sparte weniger Gewinn abwirft als eine andere, können die Verantwortlichen rasch Gegenmassnahmen ergreifen. Der Nachteil: Durch diese Aufbauorganisation werden auch manche Aufgabenbereiche doppelt besetzt. Im Folgenden beleuchten wir die Grundlagen der Spartenorganisation.