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Bundessteuern einfach erklärt

Bundessteuern einfach erklärt

Private und juristische Personen zahlen in der Schweiz jedes Jahr Bundessteuern. Sie werden – wie der Name schon sagt – vom Bund erhoben. Die Steuersätze sind in der gesamten Schweiz gültig; egal, in welchem Kanton und in welcher Stadt du wohnst. In diesem Beitrag erfährst du alles, was du über Bundessteuern wissen solltest.

Was sind Bundessteuern und in welchen Artikeln der Gesetzgebung sind sie geregelt?

Bundessteuern sind Steuern, die die Schweizer Bundesregierung auf das Einkommen von natürlichen Personen und den Gewinn von juristischen Personen erhebt. Sie ist nach der Mehrwertsteuer die zweitwichtigste Einnahmequelle des Bundes. Die Rechtsgrundlage dazu ist im Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) festgelegt. Die verfassungsrechtliche Grundlage kannst du in Artikel 128 und Artikel 129 der Bundesverfassung nachlesen. Der Bund hat das Recht, Steuern zu erheben, immer nur zeitlich begrenzt.

Die Regierung erhebt erst seit 1915 direkte Steuern auf Einkommen und Vermögen. Die durch den Ersten Weltkrieg angespannte Wirtschaftslage wirkte sich damals auch auf die neutrale Schweiz aus und machte zusätzliche Einnahmen nötig.

Die direkte Bundessteuer wird nach dem sogenannten Leistungsfähigkeitsprinzip erhoben. Das heisst, sie ist vom Einkommen einer Person abhängig. Folgende Steuern erhebt der Bund:

  • Einkommenssteuer von natürlichen Personen
  • Gewinnsteuer von juristischen Personen
  • Quellensteuer auf das Einkommen bestimmter natürlicher und juristischer Personen

Wann muss ich Bundesabgaben zahlen und wann bekomme ich eine Rechnung über Strafzinsen?

Die direkte Bundessteuer wird im März des Folgejahres fällig. Am 1. März erhältst du also eine provisorische Rechnung über Steuern des Vorjahres, die du spätestens bis zum 31. März zahlen musst. Falls du diese Rechnung nicht fristgerecht begleichen kannst, hast du die Möglichkeit, telefonisch oder schriftlich ein begründetes Ratenzahlungs- oder Stundungsgesuch mit einem Zahlungsvorschlag einzureichen. Kantonale Einzahlungsstellen für Barzahlungen sind alle Poststellen. Das Amt für Finanzen selbst nimmt keine Barzahlungen entgegen. Vergiss die auf der Rechnung ausgewiesene PID-Nummer (Personen-Identifikationsnummer) nicht, damit die Behörde den Betrag zuordnen kann. Bei Verzug fallen Strafzinsen in Höhe von drei Prozent an.

Was ist das steuerbare Einkommen?

Die Bundessteuer wird vom steuerbaren Einkommen berechnet. Das heisst, von deinem Bruttolohn werden zuerst die Sozialversicherungsabgaben abgezogen. Danach sind je nach Personengruppe weitere Abzüge möglich. Das Ergebnis nach allen Abzügen ist das steuerbare Einkommen. Also:

  • Bruttolohn oder -gehalt – Sozialversicherungsbeiträge – Berufsauslagen, Kinderabzüge und andere sind steuerbares Einkommen

Anhand des steuerbaren Einkommens wird der effektiv zu zahlende Steuerbetrag berechnet. Er ist in der ganzen Schweiz gleich. Die Abzüge werden dagegen von den Kantonen festgelegt.

Wer muss in der Schweiz Steuern zahlen?

In der Schweiz gilt die unbeschränkte Steuerpflicht. Darunter fallen alle natürlichen und juristischen Personen, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben oder sich steuerrechtlich in der Schweiz aufhalten. Bundessteuer zahlen demnach:

  • alle natürlichen und juristischen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz
  • Personen, die mindestens dreissig Tage in der Schweiz erwerbstätig sind
  • Personen, die sich mindestens neunzig Tage ohne Erwerbstätigkeit in der Schweiz aufhalten

Unter die Quellensteuer fallen die Einkünfte ausländischer Arbeitnehmer mit Wohnsitz in der Schweiz. Sie müssen ihre Bezüge mit den korrekten Quellenangaben erklären. Eingeschränkt steuerpflichtig sind Schweizer mit einem Wohnsitz im Ausland, wenn sie beispielsweise Grundeigentum oder eine Betriebsstätte in der Schweiz besitzen. Die Pauschalbesteuerung gilt für Personen, die länger als zehn Jahre abwesend sind und ihr Einkommen ausschliesslich im Ausland verdienen. Die Voraussetzungen, Zulässigkeiten und Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Kanton und Stadt.

Was ist die einfache Steuer?

Zunächst wird die Steuer berechnet, die bei einem Steuersatz von einem Prozent vom steuerbaren Einkommen zu zahlen wäre. Das ergibt die „einfache“ Steuer. Diese einfache Steuer wird dann mit dem Steuersatz, auch Steuerfuss oder jährliches Vielfaches genannt, multipliziert. Das ergibt die tatsächliche Steuer, die du zahlen musst.

Wie hoch ist die Steuer in der Schweiz, zum Beispiel in der der Stadt Zürich?

In der Schweiz erheben der Bund, die Kantone, die Stadt und die Gemeinden Steuern. Der Steuersatz ist – wie schon weiter oben erwähnt – abhängig vom steuerbaren Einkommen. Er verändert sich bei Privatpersonen progressiv im Verhältnis zum Verdienst. Der Spitzensteuersatz liegt bei nur 11,5 Prozent. Um diesen zu erreichen, müssen allerdings Alleinstehende bereits ein jährliches Einkommen von über 750.000 Franken erzielen. Bei Verheirateten greift der Spitzensteuersatz erst ab einem gemeinsamen Jahreseinkommen von über 830.000 Franken. Für die Gewinne von Unternehmen gilt ein maximaler Steuersatz von nur 8,5 Prozent.

Wie werden Aktien in der Schweiz besteuert?

Aktien werden in der Schweiz besteuert, wenn sie weniger als zwölf Monate im Besitz des Anlegers waren. Jede Aktie hat einen Nominalwert in Schweizer Währung, unabhängig von den Preisen am Markt. Der Nennwert pro Aktie muss mindestens 0,01 Franken betragen. Dies gilt nicht für Personen, die erwerbsmässig im Wertschriftenhandel tätig sind. In diesen Fällen besteht die Steuerpflicht aus dem Aktienhandel ohne Einschränkungen.

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