Controlling – Schlüssel zum Unternehmenserfolg

Der Begriff des Controlling scheint sich auf den ersten Blick von selbst zu erschliessen: Controlling gleich Kontrollieren, Steuern und Regeln. Aber was sich hinter dem Begriff genau verbirgt, ist selbst für viele Mitarbeiter ein Buch mit sieben Siegeln. Hier erfährst du alles, was du über Controlling wirklich wissen musst.

Was bedeutet Controlling genau?

Der Begriff ist in aller Munde, doch kaum einer weiss, was sich dahinter genau verbirgt. Manche setzen das Controlling mit dem Rechnungswesen gleich, andere mit Organisation oder Planung. Tatsächlich gehört Controlling zum Rechnungswesen, ist aber nur ein Teilbereich von diesem. Wir erklären dir, was darunter ganz konkret verstanden wird. Die Teilbereiche der betriebswirtschaftlichen Rechnungslegung sind zunächst einmal:

  1. Externes Accounting
  2. Internes Accounting
  3. Betriebswirtschaftliche Statistik
  4. Betriebswirtschaftliche Vergleichsrechnung

Welche Funktion hat hier das Controlling? Es dient der Kontrolle alle Geschäftsvorgänge im Unternehmen. Hierzu ermittelt es Daten und erstellt Analysen. Diese geben einen Überblick über Gewinn, Rentabilität und Wert des Unternehmens.

Wozu braucht es Controlling in Organisation, Verwaltung, Rechnungswesen und Rechnungslegung?

Das Controlling ermittelt Daten, analysiert sie und stellt sie der Geschäftsleitung und den Abteilungen sowie der Verwaltung zur Verfügung. Hier dienen die Daten der Entwicklung einer Unternehmensstrategie, der Steuerung und der Planung des Unternehmens. Das Controlling zählt also zu den wichtigsten Instrumenten im Unternehmensprozess. Dies sind die wichtigsten Funktionen von Controlling in der Organisation:

  • Kontrolle der Unternehmenszahlen
  • Daten ermitteln und aufbereiten
  • Planung und Steuerung
  • Prozesse und Arbeitsabläufe in der Organisation optimieren
  • Ziele und Ergebnisse kontrollieren

Die Hauptaufgabe des Controlling ist es, der Unternehmensleitung und dem Management wichtige Kennzahlen in transparenter Weise zur Verfügung zu stellen.

Was ist strategisches Controlling?

Strategisches Controlling verfolgt ein Ziel: Abweichungen von Zielen und Probleme so frühzeitig zu erkennen, dass kein Schaden entsteht. Es versorgt die Leitung mit allen wichtigen Informationen. Voraussetzung hierzu ist, dass die strategischen Ziele sowie deren Rangordnung festgelegt werden. Für ein effektives strategisches Controlling sind viele Fragen zu klären. Hierzu gehören die folgenden Punkte:

  1. Ermittlung von strategischen Zielen
  2. Klärung von Fragestellungen mit der Geschäftsleitung
  3. Richtige Kennzahlen definieren
  4. Ermittlung von strategischen Zielen
  5. Ermittlung und Bewertung von Erfolgs- und Finanzkennzahlen

Das strategische Controlling besitzt dabei andere Funktionen als das operative Controlling und benutzt dafür auch andere Instrumente. Zu den Instrumenten des strategischen Controlling gehören unter anderem:

  • Competitive Intelligence
  • SWOT-Analyse
  • Produktportfolioanalyse
  • Benchmarking
  • Six-Sigma

Bedeutet operatives Controlling nur eine Kontrolle der Finanzen?

Das operative Controlling umfasst Planung, Kontrolle und Steuerung von Prozessen und Abläufen sowie der Finanzen im Unternehmen. Es lässt sich kurz- und langfristig anwenden. Grundlage der operativen Variante ist das strategische Unternehmensziel, aus dem die operativen Ziele abgeleitet werden. Zu den Aufgaben gehören:

  1. Daten und Informationen sammeln
  2. Analysieren der Daten und Informationen
  3. Weiterleitung der Informationen an die Geschäftsleitung und das Management
  4. Rechnungslegung

Dabei erstellt das operative Controlling regelmässig Reporte über die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens und der Finanzen. Seine Instrumente umfassen:

  • ABC-Analyse
  • Break-Even-Analyse
  • Kosten- und Leistungsrechnung
  • Deckungsbeitragsrechnung

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Welche Kennzahlen gibt es?

Kennzahlen sind die Hauptdarsteller im Controlling. Sie spielen eine wichtige Rolle, nicht nur für die Finanzen des Unternehmens. Erst durch Kennzahlen ist es möglich, bestimmte Sachverhalte zu messen und darzustellen und so Abweichungen von den Zielen erkennbar zu machen. Wichtig: Damit das Ganze überschaubar bleibt, definierst du nur Kennzahlen, die für dein Unternehmen tatsächlich relevant sind. Kennzahlen lassen sich zwecks besserer Übersicht zwar in Gruppen einteilen, so in:

  1. Erfolgskennzahlen: Jahresüberschuss, Cash Flow
  2. Liquiditätskennzahlen: Umlaufvermögen, kurzfristige Verbindlichkeiten
  3. Bilanzkennzahlen: Umlaufvermögen, Anlagevermögen, Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital
  4. Personalkennzahlen: Lohnquote, Fehlzeiten, Fluktuation
  5. Vertriebskennzahlen: Umsatz pro Kunde, Umsatz pro Mitarbeiter, Break-Even-Point

Welche Ziele verfolgt das Controlling?

Durch die Erhebung von Daten, deren Analyse und die Ableitung von Empfehlungen stellt das Controlling sicher, dass Unternehmensziele erreicht werden und Abweichungen frühzeitig erkannt werden. So wird gewährleistet, dass Erträge realisiert werden und das Unternehmen stabil und wettbewerbsfähig bleibt. Das Controlling liefert wichtige Basisdaten als Grundlage für richtige und realistische Entscheidungen im Management. Durch die zunehmende Digitalisierung tritt das Datensammeln aber immer mehr in den Hintergrund. Kommunikation und Vermittlung sowie die Aufbereitung der Daten gewinnen an Bedeutung.

Welche Funktion hat ein Controller heute?

Die Digitalisierung im Unternehmen führt dazu, dass immer grössere Mengen an Daten gewonnen, verwaltet und aufbereitet werden. Dies geschieht vorwiegend in der IT-Abteilung. Einige klassische Funktionen des Controlling gehen daher inzwischen auf die IT-Abteilung über. Dadurch werden Controller nicht überflüssig, das Stellenprofil wandelt sich jedoch. Controlling ist immer öfter eine Stabsabteilung mit kompetenten Fachleuten und bietet dem Unternehmen wertvolle Dienstleistungen. Sie sind unverzichtbare Berater. Der Controller ist immer mehr Vermittler zwischen den einzelnen Abteilungen, etwa der IT-Abteilung, dem Bereich Business Analytics und der Geschäftsleitung. Aufgabe des Controllers ist es heute in erster Linie, die richtigen strategischen Rückschlüsse aus den riesigen Datenmengen zu ziehen.

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